Fluchthilfe darf kein Verbrechen sein

Das Don Bosco Flüchtlingswerk appelliert, Fluchthilfe nicht zu kriminalisieren.
Über zweihundert Teilnehmer der „Romaria-Wallfahrt“ unterzeichneten einen Appell, in dem mehr Sorgfalt bei Ermittlungen gegen das Schlepperwesen gefordert wird.

Unlängst ist die Fortsetzung des „Schlepperprozesses“ am Landesgericht Wiener Neustadt angelaufen. Die Veranstalter der alljährlich stattfindenden Solidaritäts-Wallfahrt „Romaria“ fordern von der Justiz und dem Innenministerium, größte Sorgfalt bei den Ermittlungen walten zu lassen.

„Die Angeklagten sind überwiegend Flüchtlinge aus Pakistan, darunter ehemalige Servitenkloster-Flüchtlinge, die monatelang in Untersuchungshaft gehalten wurden“, so Rafael Kirchtag, Geschäftsführer des Don Bosco Flüchtlingswerkes. „Es darf nicht geschehen, dass die Achtung vor diesen Menschen und ihren  Rechten auf der Strecke bleiben.“

 

Hilfe ist keine Straftat

Es ist ein gutes Recht aller Menschen, aus Ländern, in denen Krieg, Gewalt und Angst herrschen, in ein sicheres Land zu fliehen. Dazu Pater Franz Helm SVD vom Weltdorf St. Gabriel der Steyler Missionare: „Es ist auch rechtens, ja ein Akt der Humanität und Nächstenliebe, Menschen auf ihrer Flucht zu unterstützen, was mit Risiken und finanziellen Kosten verbunden sein kann. Wenn Menschen dabei eine qualifizierte und verantwortliche Hilfe leisten, darf das nicht als Verbrechen bezeichnet oder geahndet werden. Etwas anderes ist es, wenn Menschen in ihrer Notlage von anderen skrupellos missbraucht und ausgebeutet werden. Das ist als kriminelles Vergehen zu bewerten und dementsprechend strafrechtlich zu verfolgen.“

Unterschriften für Gerechtigkeit

Über zweihundert Teilnehmer der „Romaria-Wallfahrt“ unterzeichneten einen Appell, in dem mehr Sorgfalt bei Ermittlungen gegen das Schlepperwesen gefordert wird. Unterzeichner waren auch der Wiener Weihbischof Franz Scharl,  der evangelische Superintendent für Niederösterreich Paul Weiland, der Provinzial der Salesianer Don Boscos P. Rudolf Osanger SDB und der Rektor des Missionshauses St. Gabriel P. Anton Fencz SVD.

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