Festgottesdienst zu 100 Jahre Don Bosco in Fulpmes

Lachende Kinder und viel Dankbarkeit
Schmidt-Baldassari und Rinderer schneiden die Geburtstagstorte an Foto:Julian Pernsteiner

Höhepunkt des Jubiläums war ein Festgottesdienst am 12. Juni 2022 mit Bischof Hermann Glettler und 700 Menschen. Beim anschließenden Spielefest hatten die Kinder viel Spaß.

„Beitragen, damit das Leben junger Menschen gelingt“ steht in großen Lettern auf der Hauswand des Schülerheims Don Bosco in Fulpmes. Dieser Leitspruch Don Boscos stand am 12. Juni 2022 zum Jubiläumsfest „100 Jahre Don Bosco in Fulpmes“ im Mittelpunkt. Zum Festgottesdienst im Freien kamen rund 700 Menschen aus der ganzen Region. Trachtengruppen vom Bezirkstrachtenfest feierten  mit. In der Predigt lud Bischof Hermann Glettler die anwesenden Kinder nach vorne ein und erklärte mit Bewegungen: „Gott ist über uns, Gott ist mit uns und Gott ist in uns“.

Für ein vielseitiges Kinderprogramm mit 16 Spielestationen sorgten die Familienteams aller Stubaier Gemeinden. Pater Peter Rinderer blickt dankbar auf das Fest zurück: „Wunderbares Wetter, viele Menschen, lachende Kinder, gute Gespräche, super Stimmung – was will man mehr!“ In die Gratulantenschar zum Jubiläum reihte sich auch Salesianerprovinzial Pater Siegfried M. Kettner und Bürgermeister Hans Deutschmann ein. Derzeit laufen Gespräche mit der Marktgemeinde Fulpmes, um zusätzlich zum Schülerheim am Standort ein Jugendzentrum für Kinder und Jugendliche aus dem Ort zu eröffnen.

Bereits am Vorabend stand beim Festakt zu 125 Jahre HTL Fulpmes und 100 Jahre Schülerheim die Technikausbildung im Mittelpunkt. Die beiden Direktoren Martin Schmidt-Baldassari und Pater Peter Rinderer berichteten aus der Geschichte und in einem Podiumsgespräch wurden Geschichten und Erlebnisse von damals und heute erzählt. Zu diesem Festakt kamen Vertreter aus Politik und Industrie sowie Mitarbeitende und Absolventen der Bildungseinrichtungen.

Der Beginn vor 100 Jahren
Das 1904 eröffnete „Grand Hotel Stubai“ war eines der modernsten Hotels der Zeit mit Sportanlagen, einer Arztpraxis, einem Theatersaal sowie einem Postamt. Im Ersten Weltkrieg wurde das Hotel insolvent und zum Notreservespital umfunktioniert. Ein Komitee rund um Pfarrer Josef Schöpfer und Bürgermeister Leo Mair erwarb das Anwesen und bat die Salesianer, ein Internat zu eröffnen. Im Vertrag vom 10. Jänner 1921 steht: Die Liegenschaft ist ausschließlich der „sozial karitativen Jugendpflege und Jugendfürsorge“ gewidmet. Aufgrund von Corona musste das Jubiläumsfest von 2021 auf 2022 verschoben werden.

Steckbrief: Schülerheim Don Bosco Fulpmes
Das Schülerheim Don Bosco wird von der katholischen Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos geführt. Gemeinsam mit einem engagierten Mitarbeiterteam bieten sie rund 160 Schülern und Schülerinnen der HTL Fulpmes für Maschinenbau während der Woche ein zweites Zuhause. Sie orientieren sich dabei an den pädagogischen Grundsätzen des heiligen Johannes Bosco (1815-1888): Beitragen, damit das Leben junger Menschen gelingt.
Das pädagogische Team, zu dem mehrere HTL-Absolventen gehören, bietet menschliche und fachliche Unterstützung. Das in der Küche frisch zubereitete Essen wird von den Jugendlichen sehr gelobt. Zusätzlich gibt es viele Freizeitmöglichkeiten wie Fußballplatz, Sporthalle, Fitnessraum, Musikproberaum oder Billardtische.
In Fulpmes leben vier Salesianer Don Boscos, die in der Seelsorge im Stubaital und in der ganzen Region tätig sind. Direktor Pater Peter Rinderer ist zusätzlich Diözesanjugendseelsorger der Diözese Innsbruck.

Steckbrief: HTL Fulpmes
Aus der jahrhundertealten Tradition der Metallverarbeitung im Stubaital ist die HTL Fulpmes entstanden. Heute lernen 260 Jugendliche dort modernen Maschinenbau mit den Schwerpunkten Fertigungstechnik, Kunststofftechnik, Produktentwicklung und Smart Engineering. Die HTL Fulpmes bietet eine 4-jährige Ausbildung in der Fachschule und eine 5-jährige Ausbildung mit Matura. Gemeinsam mit dem Schülerheim Don Bosco bildet die HTL Fulpmes den Technikcampus Stubai. Jugendliche aus Tirol, Vorarlberg, Südtirol, Bayern und der Schweiz nützen das Bildungsangebot in Fulpmes: Gemeinsam leben und lernen, gemeinsam Erfolg haben.

(Pater Peter Rinderer)

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