Eine Lücke geschlossen

Anfang März wurde das Archiv für Zeitschriften der Ordensgemeinschaften in der Bibliothek der Erzabtei St. Peter in Salzburg eröffnet.
St. Peter hat als einzige Bibliothek in Österreich alle Ordenszeitschriften - auch das DON BOSCO magazin.

„Es wird eine Lücke geschlossen“, meinte Erzabt Korbinian Birnbacher bei der Unterzeichnung des Vertrages zwischen den Ordensgemeinschaften Österreich, Superiorenkonferenz und der Erzabtei: „In öffentlichen und kirchlichen Bibliotheken gebe es keine lückenlose Überlieferung von Ordenszeitschriften. Damit geht das Wirken der Orden in seiner Vielfalt und Lebendigkeit nicht verloren.“

Zentrale und vollständige Aufbewahrung
Die 50 wichtigsten österreichischen Ordensmagazine und -zeitschiften werden künftig zentral im Salzburger Stift St. Peter aufbewahrt und stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Erzabt Korbinian Birnbacher und P. Erhard Rauch, Generalsekretär der Superiorenkonferenz der Männerorden, unterzeichneten am Freitag in Salzburg eine entsprechende Vereinbarung. Die Superiorenkonferenz stellt der Stiftsbibliothek St. Peter die gesamten Bestände der Ordenszeitschriften zur Verfügung, die nun in der Stiftsbibliothek archiviert und über einen Online-Katalog für weltweite Recherchen zugänglich gemacht werden. Im Lesesaal der Bibliothek können sie auch vor Ort eingesehen werden. 

Ordensmagazine sind die größten Medien in der Kirche
Das längst bestehende Magazin, das in den nächsten Wochen und Monaten nach St. Peter übersiedeln wird, ist die "Stadt Gottes". Die Publikation der Steyler-Missionare wird seit 137 Jahren regelmäßig herausgegeben. Ein Detail am Rande: Die Ordensmagazine könne zum Teil mit relativ hohen Auflagenzahlen aufwarten. So erreicht die "Stadt Gottes" im 137. Jahr ihres Bestehens eine Auflage von 78.000 Stück. Das Don Bosco Magazin der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern bringt es auf 28.500 Stück.

Älteste Bibliothek Österreichs
Die Bibliothek der Erzabtei St. Peter zählt zu den ältesten Bibliotheken Österreichs. Ein Gründungsdatum ist nicht überliefert, im Kloster waren aber seit der Gründung im Jahr 696 liturgische Bücher in Gebrauch. Die älteste erhaltene Handschrift stammt vom Ende des 8. Jahrhunderts. Ein Bücherverzeichnis aus dem 12. Jahrhundert nennt 244 Werke als Buchbestand in St. Peter. Heute beinhaltet die Bibliothek rund 135.000 Werke und 2.500 Zeitschriftenreihen. Sammlungsschwerpunkte sind neben allen Bereichen der Theologie vor allem das benediktinsiche Mönchtum, Ordensgeschichte allgemein und christliche Kunst.

(pressse ordensgemeinschaften)

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