Ein „Seliger“ für Baumkirchen

Clemens August Graf von Galen zieht ins Schloss Wohlgemutsheim ein.

Der 22. März 2016 geht in die Geschichte des Schloss Wohlgemutsheim ein. Am liturgischen Gedenktag des Seligen Clemens August Kardinal Graf von Galen setzte Erzbischof Dr. Alois Kothgasser eine Reliquie in den Ambo der Schlosskapelle ein. Damit ist der 2005 seliggesprochene Kardinal zum ständigen „Mitbewohner“ des Geistlichen Zentrums geworden.

Clemens August wurde 1878 in Dinklage (D) geboren. Nach der Matura führte ihn das Studium zunächst in die Schweiz und dann nach Innsbruck. Von dort aus besuchte er mehrmals seine Verwandten im nahegelegenen Schloss Wohlgemutsheim in Baumkirchen. 1904 wurde er in Münster/Westfalen zum Priester geweiht.

Von 1933 bis 1946 war er Bischof von Münster. Sein Wahlspruch „Weder Menschenlob noch Menschenfurcht“ wurde zum Programm. Widerholt bezog er Stellung gegen das Naziregime und klagte u.a. die „Tötung von lebensunwertem Leben“ im Dritten Reich an. Nach drei kritischen Predigten im Sommer 1941 forderte der Berliner Gauleiter die Verhaftung des Bischofs. Propagandaminister Joseph Goebbels fürchtete Unruhen und wollte daher Bischof von Galen erst „nach dem Endsieg“ beseitigt wissen.

Im Februar 1946 wurde Clemens August in das Kardinalskollegium aufgenommen. Nur wenige Tage nach seiner Rückkehr aus Rom verstarb er am 22. März 1946 Alter im von 68 Jahren an den Folgen eines Blinddarmdurchbruchs. Kurz davor sagte er noch: „Meine Zeit ist bald vorbei, und wenn ich dort oben bin, wendet euch nur an mich.“

(Sr. Maria Maxwald)

Zur Website von Schloss Wohlgemutsheim

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …