Ein Schritt weiter

Der Vatikan gibt grünes Licht für den diözesanen Seligsprechungsprozess von Don Bosco Schwester Antonietta Böhm.
Schwester Antonietta Böhm FMA

Vatikanstadt - Am 19. Oktober 2016 hat das Protokoll-Büro der Kongregation für die Heiligsprechungen an Don Pierluigi Cameroni (SDB), Generalpostulator für die Heiligsprechungsprozesse der Don Bosco Familie, eine Kopie des “Nulla osta” (“Authorizierung – “es spricht nichts dagegen”) von Seiten des Heiligen Stuhls zum Beginn des Seligsprechungsprozesses von Don Bosco Schwester Antonietta Böhm FMA auf diözesaner Ebene zugesandt.

Antonietta Böhm wurde am 23. September 1907 in Bottrop (NRW, Deutschland) geboren. Nachdem ihre Eltern beide verstorben waren, wohnte sie bei ihrem Bruder in Essen. Dort lernte sie die Don Bosco Schwestern kennen, die 1922 die erste Niederlassung auf deutschem Boden dort gegründet hatten.

Nach ihrem Eintritt 1926 verbrachte sie ihre Postulatszeit in Eschelbach und anschließend das Noviziat in Nizza Monferrato (Italien). Im Jahr 1928 legte sie ihre Erste Profess ab und blieb anschließend noch in Italien. Während sie Assistentin von Studentinnen und Novizinnen war, studierte sie Musik. Nach ihrer Ewigen Profess (5. August 1934) wurde sie in die Mission entsendet.

Die ersten Jahrzehnte verbrachte sie in Argentinien (1934-1965), dann kam sie nach Peru (1965-1969) und schließlich nach Mexiko (1969-2008). Sie wirkte als Musiklehrerin, als Krankenschwester, war Gemeinschafts- und Provinzleiterin. Überall wurde sie als starke und mütterliche Frau wahrgenommen, die verfügbar für den Ruf Gottes war, die viel Vertrauen in Gottes und Mariens Hilfe hatte.

Den bestehenden Werken verlieh sie Beständigkeit und eröffnete neue Niederlassungen, die Zukunft verhießen. Die letzten 30 Jahre (von 1979 an) verbrachte sie in der Gemeinschaft „Villa Spem“ von Coacalco (Mexiko) als Vikarin und Gemeinschaftleiterin. Es waren fruchtbare Jahre des Apostolats als geistliche Begleiterin und im sozial-caritativen Einsatz für die Armen. Im Jahr 1985 begann sie das „Obra sabatina“ („Samstagshilfswerk“), das darin bestand, dass Lebensmittel und sonstiger Bedarf an Arme verteilt wurde. Bis ins Jahr 2000 hinein organisierte und begleitete sie diese Hilfsaktionen persönlich.

Danach, als ihre körperlichen Kräfte nachließen, akzeptierte sie, dass andere sie pflegten und für sie sorgten. Allerdings ließ sie es sich nicht nehmen, die Novizinnen zu empfangen und auch alle anderen, die ins Haus kamen.

Sie starb am 27. April 2008 im 101. Lebensjahr mit 80 Professjahren, davon 74 Jahre in der Mission und 7 Jahre in Italien zur Ausbildung.

Im Jahr 2013 wurde die „Supplex Libellus“ („Bittschrift“) präsentiert, um den Prozess zum tugendhaften Leben der Dienerin Gottes in der Diözese von Cuautitlán (Mexiko) anzustoßen.

Sr. Antonietta war ein zutiefst Gott liebender Mensch mit einem unglaublichen Gottvertrauen und ebensolchem Vertrauen in die Hilfe Mariens. Sie zeichnete sich durch ihre große Liebenswürdigkeit, ihre Bereitschaft, sich voll und ganz in Dienst für die Ausbreitung des Reiches Gottes nehmen zu lassen, aus.

Mit einer kleinen Marienstatue hat sie über viele Jahre die Menschen in nah und fern gesegnet; es geschahen und geschehen wunderbare Zeichen und Heilungen.

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