Ein Paulus für Neuerdberg

Die Wiener Don Bosco Pfarre gewinnt den zweiten Platz beim Pfarrmedienwettbewerb,
Die Statuen stammen aus der Schnitzwerkstatt der Salesianer in Betlehem.

Unter großer Teilnahme der knapp 130 Einreichungen in vier Kategorien zum Pfarrmedienpreis 2018 der Erzdiözese Wien erreichte die Pfarre Neuerdberg bei den „Digitalen Medien“ den zweiten Platz von 48 Einreichungen in dieser Kategorie.

Die ersten drei Plätze je Kategorie erhielten eine geschnitzte Olivenholz aus der Salesianischen Werkstätte aus Bethlehem zur Verfügung gestellt von den Grabesrittern. Der Apostel Paulus ist einer der Schutzpatrone der Journalisten. Weihbischof Stephan Turnovszky sagte bei der Segnung: "Es soll Segen auf der Medienarbeit und den Statuen ruhen." 

Die Darstellung des Apostels Paulus ist nur 300 Meter von der Geburtsgrotte Jesu entfernt entstanden. Im Kunstwerkbetrieb der Salesianer Don Boscos wurde in einer einzigartigen Kooperation die gotische Paulusdarstellung aus dem Stephansdom neu interpretiert. Jedes Stück ist somit ein Unikat und ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Betlehem.

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Bischopfsvikar Schutzki mit der Urkunde und Karl Grohmann aus der Pfarre Neuerdberg bei der großen Preisverleihung.

Kunsthandwerk in Betlehem: Eine Stimme aus dem Heiligen Land
Bethlehem ist seit 2005 eine Stadt der Eingeschlossenen. Neun Meter hoch und 130 km lang ist die Mauer um die Geburtsstadt Jesu und die übrigen palästinensischen Gebiete. Seit dem Mauerbau hat sich die wirtschaftliche Situation der Menschen rapide verschlechtert. Auf eine besondere Weise ist jedoch eine Gruppe mit der ganzen Welt verbunden: Die Olivenholzschnitzer verdienen mit ihrem Kunsthandwerk nicht nur ein wenig Geld, sondern sie sind eine Art Botschafter, eine Stimme, aus dem Heiligen Land.

Die Schnitzer der neuen Paulusstatue haben bei den Salesianern Don Boscos in der „Salesian Technical School“ dieses Kunsthandwerk erlernt. Der Verkauf der wunderschönen und auch wertvollen Produkte aus Olivenholz hilft ihnen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Seit mehr als achtzig Jahren betreiben die Salesianer Don Boscos auch eine Bäckerei in Bethlehem. Täglich wird Brot an die ärmsten Familien der Stadt verteilt, denn das „tägliche Brot“ ist im Geburtsort Jesu fast ein Luxusgut.

Die Arbeit der Salesianer Don Boscos hat in Israel bereits 1891 begonnen. Sie betreiben im Heiligen Land Jugendzentren, Pastoral- und Sozialzentren, eine Grundschule und eine weiterführende Schule. In den Don Bosco Berufsschulen in Nazareth und in Bethlehem können junge Christen und Muslime eine Ausbildung machen. So werden der interreligiöse Dialog, Frieden und soziale Stabilität gefördert.

Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem: Glaube, Liebe und Hilfe
Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat sich aus der Ritterschaft vom Heiligen Grab herausgebildet. Zurzeit besteht der Ritterorden in mehr als 35 Ländern und hat mehr als 30.000 Mitglieder. In Österreich gehören mehr als 500 Männer und Frauen in 12 Komtureien dem Ritterorden an. 

Die Komturei Wien mit ihren mehr als 110 Mitgliedern freut sich erstmalig den Pfarrmedienwettbewerb der Erzdiözese Wien mit einmaligen Preisen von Olivenholzschnitzereien aus Bethlehem zu unterstützen. Geholfen wird damit auch den christlichen Palästinensern. Die Holzschnitzer erhalten durch diesen und weitere Aufträge neue finanzielle Perspektiven.

(kgroh/sl)

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