Ein Heiliger zum Ostersonntag

Am 1. April 1934 wurde Don Bosco in Rom heilig gesprochen.
Don Bosco ist heilig. Donnerndes Händeklatschen durchbraust ob dieser Frohbotschaft die weiten Hallen des Petersdoms.

Mit der Heiligsprechung bestätigte die Kirche das Leben und Wirken Don Boscos als vorbildlich und nachahmenswert, als einen Weg, der zu Gott führt. Don Bosco wurde dadurch mit seiner Lebensform, mit seinem pädagogisch-pastoralen Handeln von oberster kirchlicher Stelle anerkannt. 

Die feierliche Verlesung des Heiligsprechungsdekrets „Nach Gebet und Anrufung des Heiligen Geistes ist endlich der hochfeierliche Augenblick der Heiligsprechung da!

Zeitzeugin Madre Giovanna Zacconi: „Alles schien mir wie im Himmel“

Die ehemalige Provinzialin der Don Bosco Schwestern, Sr. Johanna Zacconi (+2017), erlebte die Heiligsprechung Don Boscos am 1. April 1934 in Rom live mit:

„Dann kam der ersehnte Tag der Heiligsprechung am Ostersonntag. Wir waren schon um 7 Uhr am Petersplatz. Wir hatten Glück und ergatterten vorne im Petersdom einen Stehplatz. Als der Heilige Vater auf der ,Sedia gestatoria‘ segnend in den Dom kam, jubelten und klatschten alle in die Hände. Es herrschte eine Bombenstimmung. Alles schien mir wie im Himmel. Dann kam der feierliche Augenblick der Heiligsprechung. Der Heilige Vater las das Dekret vor, das Bild Don Boscos wurde enthüllt. Und wir riefen: „Don Bosco, unser Vater, ist heilig“. Wieder Jubel und Händeklatschen. Die Freude dieser Tage und die Begeisterung für all das Gute und Schöne, das wir erlebt hatten, bleibt bis heute in unseren Herzen.“

Dankfeier in Linz: für die Kinder: "Das schlichte aber eindrucksvolle Festspiel „Mit Don Bosco in die Sonne“ wurde von den Kleinen köstlich frisch und bubenecht dargestellt."

Die Salesianischen Nachrichten berichteten voller Freude

Ostersonntag 1934. Tag des höchsten Triumphes, Tag unaussprechlicher Freude: Don Bosco ist heilig!

Vom unfehlbaren Lehrstuhl Petri hat es unser glorreich regierender Heiliger Vater Papst Pius XI. feierlich verkündet. Mit Begeisterung und Verehrung hat es die ganze Christenheit aufgenommen, mit Goldbuchstaben bleibt dieser glorreiche Tag eingetragen in den Annalen der Kirche und der Salesianischen Gesellschaft.

Freuen wir uns alle im Herrn, da wir die Heiligsprechung unseres geliebten Vaters Don Bosco feiern! Dankerfüllten Herzens blicken wir hinauf gen Himmel, dort, wo in einem Meer von Licht, die liebenswürdige Gestalt des heiligen Don Bosco erglänzt.

Wo steckt das Geheimnis solch erhabener Heiligkeit? Von klein auf zeigte er schon ein feines offenes Ohr für übernatürliche Anregungen: er betete, ging eifrig zu den Sakramenten, mied die Sünde und half dem Nächsten an Leib und Seele. Beachten wir wohl! Eine große Gnade ist die Berufung zum christlichen Leben, eine Gnade, die wieder verbunden ist mit einer Kette zahlloser anderer – aber nur dann, wenn wir treu sind in der Mitwirkung! Empfangen wir die Gnade Gottes nicht vergebens! Das sei die kostbarste Frucht der Heiligsprechung unseres geliebten Vaters Don Bosco.

Don Peter Ricaldone
Generaloberer der Salesianer

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