Ein Engel in Don Bosco

"DER GRAZER" berichtet über Fritz Neumann, der seit 40 Jahren Menschen mit Behinderung betreut.
Pfarrer Pater Helmut Rodosek (hinten links) begrüßt Fritz Neumann und seine Schützlinge in Graz Don Bosco.

Immer wieder begegnet man einem Engel, der im Leben weiter hilft. Auch in Don Bosco haben wir so einen Engel. Das nahm der Redakteur Philipp Braunegger von der Zeitung "DER GRAZER" zum Anlass, über diesen Engel einen Artikel zu schreiben. Diesen können Sie nachstehend lesen:

Selbst schon 83 Jahre alt und trotzdem kein bisschen müde, wenn es um den Dienst an der guten Sache geht, ist Fritz Neumann. Der Grazer betreut seit 40 Jahren Menschen mit Behinderung – ehrenamtlich und mit großer Leidenschaft.

Weil, so Neumann, „es mich einfach erfüllt, Menschen, die Hilfe brauchen, zu unterstützen“. Und er erklärt: „Vor 40 Jahren habe ich hauptsächlich Betreuern und Erziehern in verschiedenen Einrichtungen unter die Arme gegriffen. Die waren über Hilfe von ‚außen‘ dankbar, weil es überall an Personal mangelte.“ Zu dieser Zeit war Neumann selbst noch berufstätig und arbeitete bei einer Baufirma. Seine Freizeit opferte er aber stets der „guten Sache“: „Ich bin mit den Leuten zum Beispiel auf Ausflüge gefahren, ganze Busse habe ich da zusammengestellt. In Summe werden es wahrscheinlich mindestens 500 Menschen sein, die ich über die Jahre betreut habe.“

Sorgen werden klein
Besonders schön: „Mit einigen habe ich seit Jahrzehnten Kontakt. Wie etwa mit einem früheren Bewohner der Einrichtung in der Kalvarienbergstraße. Der hat unter Depressionen gelitten. Ich hab dafür gesorgt, dass er mehr raus in die Natur kommt. Bin mit ihm viel spazieren gegangen, wir haben dabei auch viel geredet. Heute, das ist etwa 30 Jahre später, geht es ihm übrigens wieder viel besser.“

Aktuell betreut Neumann drei Burschen mit Down-Syndrom. „Sie leben in einer Einrichtung in der Kalvarienbergstraße. Ich hole sie zu Ausflügen ab, mache mit ihnen zum Beispiel eine Adventjause, oder ich bringe ihnen hausgemachte Mehlspeisen mit.“ Dieser Tage werden Adventmärkte und kleine Gesangsrunden wie jene in der Pfarre Don Bosco besucht. Dort sind Neumann und seine „Schützlinge“ längst Teil des Inventars. „Wir sind inzwischen schon Stammgäste im Pfarrcafé.“

Übrigens: Der 83-Jährige lebt allein in einer kleinen Wohnung in Jakomini – und meint zu seinem außergewöhnlichen Engagement: „Ich hab von behinderten Menschen gelernt, wie nebensächlich unsere Alltagssorgen oft sind. Außerdem halten mich die Leut jung. Solang ich’s derpack, werd ich helfen, wo ich kann, und will noch viele Adventjausen mit den Leuten verspeisen!“

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