Don Boscos Reliquie ist wieder da

Die Reliquie war aus Don Boscos Geburtsort gestohlen worden.
Die Don Bosco Kirche im Geburtsort Don Boscos ist ein Wallfahrtsziel für Pilger aus der ganzen Welt.

Die gestohlene Reliquie des heiligen Don Bosco ist nach zwei Wochen unversehrt wieder aufgetaucht.

Die italienische Polizei nahm einen vorbestraften 42-Jährigen in Pinerolo bei Turin unter dringendem Tatverdacht fest, wie die katholische Tageszeitung "Avvenire" am Freitag meldete. Der Mann hatte demnach gehofft, das Reliquiengefäß, das er für pures Gold hielt, zu Geld machen zu können. Die versiegelte Glasampulle mit den sterblichen Überresten fand sich in einer Blechkanne im Küchenschrank des Verdächtigen.

Don Enrico Stasi SDB, Provinzial von Piemont und Aostatal, kommentiert die gute Nachricht wörtlich: „Ich möchte zuerst meinen herzlichen Dank an die Justiz und die Carabinieri richten und an alle, die zu der positiven Auflösung dieser unglücklichen Angelegenheit beigetragen haben. Es ist eine Erleichterung für die Salesianer, für die Kirche von Turin und für die viele Freunde von Don Bosco auf der ganzen Welt!"
 
Der Erzbischof von Turin, Cesare Nosiglia, äußerte sich erleichtert. Gläubige, vor allem Jugendliche, könnten nun wieder vor der Reliquie Don Boscos beten und ihn darum bitten, seinem Beispiel an Barmherzigkeit und Güte zu folgen, die er selbst sogar gegenüber Übeltätern gehabt habe, erklärte der Erzbischof laut der Tageszeitung "Avvenire".

Die Reliquie war am 2. Juni aus der Don Bosco Kirche in Castelnuovo verschwunden. Die 1984 geweihte Basilika in seinem Geburtsort ist Pilgerziel zahlreicher Wallfahrer aus der ganzen Welt.

Der Brauch, Reliquien in Altäre einzulassen, geht auf eine alte Tradition zurück. Zuerst hat man an den Gräbern von Heiligen Eucharistie gefeiert. Dann wurden unter den Altären der Kirchen Reliquien, oft eine Reliquie des Patrons der Kirche eingesetzt. Ein Zeichen, dass die Kirche eine "Gemeinschaft der Heiligen" ist, zu der die Lebende und die Verstorbenen gehören. In größeren Kirchen können von mehreren Heiligen Reliquien aufbewahrt werden, und zwar nicht nur in und unter den Altären, sondern in eigenen wertvoll verzierten Zeige-Gefäßen (Reliqienmonstranzen) oder Behältern (Reliquiarien).

(KAP/red)

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