Don Boscos Beitrag in Timelkam

Eine Rückschau auf das Kirchweih- und Erntedankfest.
P. Franz Kniewasser, ehemaliger Pfarrer von Timelkam, bei der Festpredigt

Gerade einmal 50 Jahre ist es her, dass die derzeitige St. Josefs Kirche in Timelkam neu gebaut und ihrer Bestimmung übergeben werden konnte.

Der Neubau der Kirche war notwendig, weil der enorme Bevölkerungszuwachs der Marktgemeinde Timelkam nach dem zweiten Weltkrieg von damals 2500 Einwohnern auf nunmehr 6000 Einwohner auch die Grenzen der damaligen Pfarrkirche, der heutigen evangelischen Johanneskirche, sprengte.

Dieses Kirchweihfest, verbunden mit dem jährlichen Erntedankfest, wurde mit einer Festmesse, die von Pfarrer Josef Kramar in Konzelebration mit dem langjährigen Pfarrer P. Franz Kniewasser und mit P. August Pauger, dem Kaplan zum Zeitpunkt der ursprünglichen Kirchweihe, gefeiert.

P. Pauger erinnerte sich zu Beginn in kurzen Begrüßungsworten an die damalige Bauzeit mit vielen Diskussionen mit dem planenden Architekten Gottfried Nobl. P. Franz Kniewasser als Festprediger stellte den Verlauf und verschiedene Herausforderungen während der Bauzeit in einem launigen Gedicht vor.

(Eras Grünbacher)

Festgedicht von P. Franz Kniewasser, Pfarrer in Timelkam vom 1988 bis 2013

Ich grüße euch, ihr lieben Leut`!
Ein jeder weiß es, es ist klar:
Weil es vor 50 Jahren war,
dass diese Gotteshaus geweiht
von Bischof Zauner und seinem Geleit.
Im Pfarrbrief stand davon zu lesen
von Leuten, die dabei gewesen.
So viel Erinnerung ist noch verbunden
mit dem, was damals stattgefunden.
Pfarrer Streitfelder wäre damals zuständig gewesen,
doch war er von seiner Krankheit nicht mehr genesen.
Da hat es den Kaplan P. Zipser getroffen.
Doch er konnte auf die Hilfe vieler hoffen.
Ganz einfach war noch der Kirchenraum.
Erst mit der Zeit alles Wichtige kam.
Freilich: Ambo, Tabernakel, Priestersitz und Altar
waren bei der Weihe schon da,
und auch die Bänke für die große Ministrantenschar.
Später kam das Kreuz hier an der Wand,
dann Maria mit dem Jesuskind in ihrer Hand.
Von Bruno Riedl kam das Orgelwerk,
damit es den Gesang des Volkes stärk`.
St. Josef, der auf die Pfarr´ soll schauen,
den stifteten die Goldhabenfrauen.
Jahre später war es Helmut, der große Mann.
Bei ihm schuf die Pfarre den Kreuzweg an,
dazu das Auferstehungsbild,
das den vorher leeren Platz nun füllt,
zugleich die Botschaft auch enthält:
„Wer glaubt, nach dem Tode ewig lebt“
Doch „Kirche“ heißt nicht nur der Bau,
„Kirche“ meint und versteht genau
so alle Christen, die hier wohnen,
und zum Gottesdienste kommen,
um Gott zu loben und zu ehren
und Gottes Wort bereitwillig zu hören
zu feiern auch den Erntedank
hier in der Kirche, und dann bei Speis und Trank
Jung und Alt, Männer und Frauen,
sie alle zusammen die „Pfarr-Familie“ bauen,
wie P. Josef gerne meinte
(der auch so manche Predigt reimte).
Ich schließe mit einem wohlbekannten Lied,
das der Kirchenchor so einfühlsam wiedergibt.
Von Anton Bruckner wurde es geschrieben –
zur Dom-Weih in Linz, (doch dabei ist`s nicht geblieben).
Lateinisch ist dies nur ungereimt zu sagen.
Ich werde dann eine Übersetzung wagen:
LOCUS ISTE A DEO FACTUS EST
INAESTIMABILE SAKRAMENTUM
IRREPREHENSIBILIS EST.
Von Gott ist dieses Haus gestiftet,
das Menschenhand gebaut, errichtet.
ER schenkt dem Hause Geist und Leben
und gibt den Betern seinen Segen.
„Ich bin bei euch“ seid überzeugt,
heut und in alle Ewigkeit.
Das ist mein guter Wunsch auch heut:
Viel Freude und Gemeinsamkeit!
Der Glaube stärkt und gibt euch Kraft,
dass ihr die nächsten Jahre schafft.
Amen.

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