Don Bosco Mitarbeiter sterben in Aleppo

Syrien: Zwei junge Don Bosco Mitarbeiter und ihre Mutter von Rakete getötet.
Die beiden Brüder Anwar (21) und Misho (17) Sarman arbeiteten im Don Bosco Zentrum in Aleppo

Mindestens 20 Menschen starben am vergangenen Wochenende bei Angriffen auf von der Regierungsarmee kontrollierte Wohnviertel in der syrischen Stadt Aleppo, in denen auch viele Christen wohnen. Unter den Toten: Die beiden Brüder Anwar (21) und Misho (17) Sarman, die ihre Kindheit und Jugend im Don Bosco Zentrum in Aleppo verbracht haben. Sie kamen gemeinsam mit ihrer Mutter Minerva beim Raketenbeschuss ihres Hauses am 11. April ums Leben.

„Die salesianische Familie ist von tiefer Trauer über den Tod dieser beiden jungen Menschen erfüllt, die ein Zeichen der Freude und der Liebe zum Leben in der Seele von vielen Kindern hinterließen, wenn sie ins Oratorium kamen“, heißt es in einer Aussendung. Die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt, die seit vielen Jahren Don Bosco Projekte in Syrien und in den Nachbarländern unterstützt, teilt die Trauer um die Verstorbenen, die Opfer eines grausamen, unmenschlichen Krieges wurden, der schon viel zu lange andauert.

Don Bosco hilft inmitten von Krieg und Verzweiflung
Die Salesianer Don Boscos sind auch vier Jahre nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien vor Ort aktiv. Sie betreiben Zentren in Kafroun, Aleppo und Damaskus, in denen Schulunterricht und sportliche Aktivitäten stattfinden und die als wichtiger Treffpunkt für Jugendliche und ihre Familien dienen. Zudem bieten die Zentren Trauma-Therapie sowie Notunterkünfte an und verteilen Nahrungsmittel an Bedürftige.

„Die Anzahl der jungen Menschen, die in unsere Zentren kommen, steigt laufend an“, berichtet Bruder Munir El Rai, Provinzial der Salesianer für den Mittleren Osten. “Einer der Gründe dafür ist, dass unser Jugendzentrum relativ sicher ist im Vergleich zu anderen Gemeindezentren.“ Auffällig sei jedoch, dass die Altersgruppe der 20 bis 30-Jährigen weitgehend fehle. „Viele junge Menschen verlassen das Land auf der Suche nach Arbeit, Sicherheit und ein Leben in Würde. Das ist sehr traurig, denn ein Land kann sich ohne seine jugendliche Bevölkerung nicht entwickeln,“ bedauert Bruder El Rai.

Die Salesianer Don Boscos sind auch in der Flüchtlingshilfe aktiv:  Seit 2012 betreuen sie täglich zwischen 400 und 800 syrische Flüchtlinge in der Türkei, im Libanon und in Ägypten, von denen viele Frauen und Kinder sind.

(Jugend Eine Welt)

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