Die Welt lebenswert erhalten

Das Don Bosco Haus ist bedeutend für die regionale gesellschaftliche Entwicklung.
Ein Blumengruß aus dem Don Bosco Haus in Wien Hietzing.

Die ARGE Bildungshäuser Österreich zeigt in einer Studie auf, wie hoch sich die Leistungen der Bildungshäuser auf die regionalen und gesellschaftlichen Entwicklungen auswirken.

Das Don Bosco Haus Wien sieht seinen Weg der Nachhaltigkeit bestätigt: „Wir sehen es sogar als unseren Auftrag, die Welt für unsere Jugend lebenswert zu machen und zu erhalten“, sagt Alexander Laimer-Netsch als Leiter des Zentrums für Jugend- und Erwachsenenbildung in Wien-Hietzing.

Die ARGE Bildungshäuser ist ein Netzwerk von 19 Bildungshäusern in ganz Österreich. Die ARGE ist einer der 10 Dachverbände in der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs und damit die Schnittstelle für die Mitgliedshäuser. Diese zeichnet Erwachsenenbildung und Nächtigung unter einem Dach aus. Die ARGE Betriebe führen über 14.700 Veranstaltungen durch bei 370.000 Teilnahmen.

In fünf Kernbotschaften hat das Projektteam der Studie die Leistungen der Bildungshäuser zusammengefasst:
• Wir stärken die Region!
• Wir leben Bildung!
• Wir ermöglichen Individualität!
• Wir bewahren unsere Umwelt!
• Wir fördern unsere Mitarbeitenden!

Umwelterklärung des Don Bosco Hauses: MEHR

Rund 75% der MitarbeiterInnen kommen aus der Region
Die Studie ergab, dass im Schnitt 75% der Bildungshaus-MitarbeiterInnen aus der jeweiligen Region, sprich aus einem Umkreis von 20 km kommen. Im österreichischen Vergleich ist dieser Wert sehr hoch, denn im Durchschnitt arbeiten laut Statistik Austria (2015) mehr als die Hälfte (52,6 %) der österreichischen Arbeitnehmer/innen nicht in ihrer Wohngemeinde.

Generell können Bildungshäuser als familienfreundliche Arbeitgeber gesehen werden. Mit dem hohen Frauenbeschäftigungsanteil von 70% und der Teilzeitquote von 37% sind Bildungshäuser ein wichtiger Beschäftigungsort für jungen Eltern. Zusätzlich werden den ArbeitnehmerInnen in 88% der befragten Bildungshäusern flexible Arbeitszeitmodelle angeboten und in manchen Bildungshäusern werden Kinderbetreuungsmöglichkeiten angeboten.

Dreiviertel der Bildungshäuser setzen auf ökologische Maßnahmen
41% der Bildungshäuser beziehen ihre Wärme aus Fernwärme und 35% aus Hackschnitzelanlagen, die sie zum Teil selbst betreiben. Ökostrom wird bei 66% der Bildungshäuser bezogen, wovon fünf Bildungshäuser eine eigene Photovoltaikanlage installiert haben und ihren gesamten Strombedarf selbst abdecken. Damit wird auch die gratis Versorgung von E-Fahrzeugen unterstützt. Viele Bildungshäuser unterstützen eine ökologische Anreise der Bildungshausgäste durch Mitfahrbörsen oder Transferdienste.

Der Einkauf von regionalen Lebensmittel und Produkten ist für alle Bildungshäuser fast selbstverständlich. Einige der Bildungshäuser beziehen ihren Bedarf fast gänzlich aus der Region. 50% der Bildungshäuser bieten biologische und Fair-Trade-Produkte an.

Bildungshäuser beteiligen sich aktiv an der Regionalentwicklung
Fast alle Bildungshäuser beteiligen sich aktiv in regionalen Gremien und sind aktiver Teil der „Community Development“. Das Engagement reicht von LEADER-Aktionsgruppen über Dorferneuerung- und Ortsentwicklung bis zu Volksbildungswerken, Lern- und Gedenkstätten und ortsansässigen Vereinen und Initiativen. Darüber hinaus stellen Bildungshäuser ihre Räumlichkeiten, ihre Infrastruktur und ihr pädagogisches Knowhow, zum Teil, kostenlos zur Verfügung.
Auch in der Programmgestaltung schlägt sich die regionale Verbundenheit nieder. Im Bereich „Community Education“ wurden im Jahr 2018 fast 600 Veranstaltungen angeboten, die in Kooperation mit kommunalen Einrichtungen durchgeführt wurden.

Bildungshäuser übernehmen soziale Verantwortung
Mehr als 50% der Bildungshäuser nehmen ihre soziale Aufgabe und Verantwortung wahr, indem sie z. B. Sammelaktionen oder Benefizkonzerte für Flüchtlinge und andere Bedürftige organisieren, Flüchtlingsfamilien betreuen bzw. Unterkünfte bereitstellen, Green Care-Aktivitäten setzen, Migrant/inn/en zu Spielgruppenleiter/inne/n ausbilden oder Urlaub für Menschen bereitstellen, die diesen zwar brauchen, sich aber nicht leisten können, auch werden für Langzeitarbeitslose Praktikumsstellen geschaffen.

Bildungshäuser leben Nachhaltigkeit
Die Studie zeigt, dass Nachhaltigkeit in den Bildungshäusern nicht nur ein Schlagwort ist, sondern als Selbstverständlichkeit aktiv gelebt wird. Sie findet sich in den strategischen Stoßrichtungen wider und wird von den jeweiligen Leitungspersonen vorangetrieben. Bildungshäuser fungieren somit als Vorbilder, in dem sie Nachhaltigkeit in ihrem alltäglichen Tun vorleben und inhaltlich in ihre Bildungsprogramme aufnehmen. Nach außen zeigt sich dieses Engagement durch eine Reihe von Nachhaltigkeits-Zertifikaten und Gütesiegel, wie ISO14000, EMAS, Umweltzeichen, Klimabündnis-Betrieb, Gemeinwohlbilanz, AMA-Gastrogütesiegel, Grüne Küche, Gesunde Küche, Genuss Wirt u. a. m.

Die Leistungen, die ein Bildungshaus als Baustein der regionalen gesellschaftlichen Entwicklung erbringt, und die Wirkungen, die es mit diesen Leistungen erzielt, sind ein wichtiger Beitrag zur Wahrung und Steigerung der Lebensqualität des jeweiligen Lebensraums. Die Verantwortlichen in den Bildungshäusern sind davon überzeugt, dass nachhaltiges Leben und Wirtschaften einer proaktiven Haltung bedürfen, die vom Einkauf regionaler Lebensmittel über die Unterstützung örtlicher Vereine durch die kostenfreie Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten bis hin zum Engagement einzelner Bildungshaus-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diversen regionalen Gremien und dergleichen mehr reicht. Sie handeln im Sinne dieser Überzeugung schon seit vielen Jahren.

Website der ARGE Bildungshäuser Österreich: HIER

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