Die Jugend braucht eine Zukunft

Die Don Bosco Mission Austria zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August 2018.
Die Ausbildung ist Teil des Bildungsauftrags und der humanitären Arbeit vor Ort. Diese junge Frau will Maurerin werden. Foto: Don Bosco Mission Bonn.

„Rund 30 Millionen Kinder und Jugendliche sind heute weltweit auf der Flucht. Sie sind täglich Gefahren in ihrer Sicherheit und Gesundheit ausgesetzt. Wenn wir in diesem Jahr am 12. August den Internationalen Tag der Jugend begehen, sind wir als Kirche gefordert, diesen jungen Menschen zu helfen“, sagt Salesianerbruder Günter Mayer SDB, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria.

Bruder Günter Mayer hat 18 Jahre als Ökonom und Projektleiter in der Westafrikanischen Salesianer Provinz Afrika West gearbeitet. Diese Region umfasst die Länder Nigeria, Ghana, Liberia und Sierra Leone. Seit ihrer Gründung setzen sich die Salesianer Don Boscos und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit dafür ein, dass junge Menschen in Not Hilfe erfahren und fördern insbesondere eine gute Schul- und Berufsausbildung mit Chancen für ihre Zukunft.

Keine kurzgedachten Lösungen in der Migrationsfrage
Bruder Günter Mayer: „Wir wissen heute, was die Gründe für Flucht und Migration sind: Autoritäre Regime, gewaltsame Konflikte, Terrorismus, Naturkatastrophen, Klimawandel, Armut und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit sind Faktoren, die Menschen veranlassen, ihre Heimat zu verlassen.“ Die Migration hat sich globalisiert und ist kein regionales Phänomen mehr. Die wachsende Schleuserkriminalität verschärft die Situation. Dadurch, dass sich in Teilen Afrikas die Situation verschlechtert, wird sich die Migration in Richtung Europa verstärken. Was zu einer neuen Herausforderung in der europäischen Flüchtlingspolitik wird. Abschottung der Grenzen, Aufenthaltslager in Europa und Nordafrika sind kurzgedachte Lösungen. Denn das Problem muss in Afrika gelöst werden mithilfe Europas, und zwar auf Augenhöhe und nicht nur in der Geber- und der Nehmer-Rolle.

„Viele Flüchtlinge riskieren ihr Leben. Was muss einen Menschen dazu treiben, dass er so eine Strapaze auf sich nimmt? Die Menschen haben ein Recht auf eine Zukunft“, sagt Günter Mayer wörtlich. „Wir Salesianer Don Boscos wollen der Jugend in Afrika eine Zukunft in ihren Herkunftsländern ermöglichen, indem wir eine nachhaltige Schul- und Berufsausbildung fördern. Wir unterstützen die Eingliederung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in die Gesellschaft.“

Umdenken der Wirtschaft ist nötig
Dazu ist ein Umdenken in der globalen Wirtschaft und deren Investoren nötig. Der Ankauf von großen Landflächen für Monokulturen gefährdet beispielsweise die Existenz der Kleinbauern. Der Abbau und Export von Bodenschätzen in Industrieländer bringt nur eine geringe Wirtschaftsleistung für den Kontinent. Es muss eine stärkere Wertschöpfung stattfinden, indem vor Ort die Rohstoffe zu Produkten verarbeitet werden, mit Beteiligung der lokalen Bevölkerung. Dadurch werden viele Arbeitsplätze und eine Existenzsicherung geschaffen.

Die Don Bosco Mission Austria dankt für jede Spende: IBAN AT33 6000 0000 9001 3423 und BIC BAWAATWW

"Wir Salesianer wollen der Jugend in Afrika eine Zukunft in ihren Herkunftsländern ermöglichen."

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