Briefmarken sind Orte der Mission

Briefmarkenblock mit Marken der Päpste Johannes XXIII., Johannes Paul II. und Papst Franziskus in Wien präsentiert.

Aus Anlass der "Doppel-Heiligsprechung" von Papst Johannes XXIII. (1958-63) und Papst Johannes Paul II. (1978-2005) am 27. April durch Papst Franziskus hat die Österreichische Post einen Block mit drei Sonderbriefmarken dieser Päpste herausgegeben. Der von der Künstlerin Marion Füllerer gestaltete Briefmarkenblock erscheint in einer Auflage von 150.000 Stück.

Präsentiert wurde er am Donnerstag in der Don Bosco Pfarre Unter St. Veit in Wien-Hietzing in Anwesenheit des Apostolischen Nuntius, Peter Stephan Zurbriggen, des Linzer Altbischofs Maximilian Aichern und des Wiener Bischofsvikars Dariusz Schutzki.

Der Himmel lohne alle Mühe
Er sei dankbar und glücklich darüber, dass die Präsentation der Marken in seiner Pfarre stattfinde, sagte Pfarrer Karl Heinz Salesny SDB. Haben die drei Päpste doch einiges mit Don Bosco zu tun: Johannes XXIII. habe den Namen gewählt, weil er Don Bosco verehrte. Johannes Paul II. entdeckte durch Don Bosco seine Liebe zu Maria und Papst Franziskus ist in einer Don Bosco Schule unterrichtet worden. An Günter Schmied von der Österreichischen Post AG gewandt, endete Pater Salesny seine Eröffnungsrede mit „Der Himmel lohne alle Mühe. Dankeschön.“

Pfarrer Karl Heinz Salesny SDB bei der Präsentation der Briefmarken in der Pfarrkirche Unter St. Veit.

Briefmarken Orte der Mission
Nuntius Zurbriggen hob in einem Grußwort die Besonderheit hervor, dass es in Österreich eine außergewöhnliche Tradition zu Sonderbriefmarken mit christlichen Motiven gebe. Seit Gründung des Österreichischen Philathelistenvereins St. Gabriel 1951 sind mehr als 200 Marken mit christlichen Motiven erschienen. Briefmarken seien zugleich Orte der "Mission", so Zurbriggen, da durch sie auch der Kirche oder Religion allgemein fern stehende Menschen erreicht werden könnten.

Botschafter geistiger Inhalte
Den besonderen Wert von Briefmarken mit christlichen Motiven unterstrich auch der Linzer Altbischof und Ehrenmitglied des Philathelistenvereins St. Gabriel, Maximilian Aichern. "Briefmarken sind Träger von Werten und von Kultur und insofern freut es mich besonders, dass immer wieder auch kirchliche Inhalte und sakrale Kunst auf Briefmarken Beachtung finden", so Aichern. Als "Botschafter geistiger Inhalte" würden Briefmarken immer auch an die großen Vorbilder der Menschheit erinnern, die sich - wie im vorliegenden Fall die Päpste - "für eine bessere Welt einsetzten".

Auf die unterschiedliche nationale Herkunft aller drei Päpste und die damit verbundene Botschaft eines weltumspannenden Glaubens und seiner integrativen Wirkung verwies der Wiener Bischofsvikar Dariusz Schutzki. Verbunden und zugleich ausgezeichnet habe alle Päpste jedoch "eine gemeinsame Sprache: die Sprache der Liebe, die jeder Mensch versteht". Es sei schließlich diese Sprache der Liebe gewesen, die als "Vision und Hoffnung" maßgeblich dazu beigetragen habe, dass der Eiserne Vorhang gefallen sei, erinnerte der aus Polen stammende Bischofsvikar insbesondere an die Bedeutung von Johannes Paul II.

(KAP/red)

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