Chance auf eine bessere Zukunft

Der Salesianer Br. Lothar Wagner leitet Hilfsprojekte gegen Kinderhandel und Beschneidung ...

... im westafrikanischen Sierra Leone.

Er leitet Hilfseinrichtungen des Ordens für Kinder in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone. Er kämpft mit seinen rund 100 Mitarbeitern gegen Kinderhandel, Kinderprostitution und die Beschneidung von Mädchen.

Die Salesianern versuchen den Kindern eine Chance auf ein besseres Leben zu bieten. Jugend Eine Welt unterstützt sie dabei. Die Projekte in Sierra Leone werden zu 100 Prozent aus Spenden finanziert.

Unrechtsbewußtsein bei Vergewaltigungen fehlt
Junge Frauen und Mädchen seien besonders von sexueller Ausbeutung, Gewalt und schwersten Menschenrechtsverletzungen betroffen, so der Salesianer.

Am Schlimmsten sei, dass das Unrechtsbewusstsein weitgehend fehlt, sowohl bei den Tätern als auch ihren Opfern und meist auch bei der Polizei.

Um die Einstellung der Menschen zu ändern, brauche es in erster Linie mehr Bildung. 70 Prozent der Kinder könnten keine Schule besuchen, bei Mädchen liege der Anteil sogar bei 95 Prozent.

Sierra Leone zählt zu einem der absolut ärmsten Länder der Welt und lässt auf einer offiziellen UN-Rangliste nur mehr den Sudan und Somalia hinter sich.

Kinderhandel "Gutes" Geschäft
Kriminelle würden in entlegenen Gebieten kinderreiche Familien aufsuchen und den Eltern ihre Kinder "abschwatzen"; von einem besseren Leben und der Möglichkeit für die Kinder, eine Schule besuchen zu können, sei die Rede. Tatsächlich würden die Kinder dann an andere Familien verkauft.

Beschneidung von Frauen gesetzlich erlaubt
95 Prozent der weiblichen Bevölkerung von Siera Leone sei davon betroffen, betonte der Salesianer. Die Gessellschaft und due Familie stoßen Mädchen und Frauen aus, die sich dagegen wehren. Auch Br. Lothar  und seine Mitarbeiter werden als Helfer immer wieder bedroht.

Hilfe für Ex-Kindersoldaten
Während des Bürgerkriegs entführten Rebellentruppen gewaltsam Kinder und zwang sie zum Töten und Morden. Zurück in ihre Dörfer können sie nicht mehr, dort werden sie nicht akzeptiert. Sie bleiben  in Freetown ohne Perspektiven für ein besseres Leben.


(jew)

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …