action/2015 im Wiener Stadtpark

Es geht um die Zukunft unserer Kinder und der nachfolgenden Generationen!
Kampagnen-Aktion vor dem berühmten Johann Strauß-Denkmal im Wiener Stadtpark am 16. Februar 2015 (Foto:Dominik Schallauer)

Action/2015! hieß es am 16. Februar beim Johann Strauß-Denkmal im Wiener Stadtpark. Mit einer großen Weltkugel appellierten die Vertreter/innen zahlreicher Nichtregierungsorganisationen an die österreichische Bundesregierung, ihrer globalen Verantwortung gerecht zu werden: Im historischen Schlüsseljahr 2015 muss sie sich engagiert für die Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und die gefährlich schnell fortschreitende Erderwärmung einsetzen. Im Herbst sollen bei zwei UN-Gipfeltreffen ein neues Klimaabkommen sowie die neuen „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ beschlossen werden, die für alle Länder der Welt gelten sollen – auch für Österreich. Wichtige Vorverhandlungen finden von 17. bis 20. Februar  in New York statt.

Friedensnobelpreisträgerin Malala: „2015 muss die Welt aufwachen!“
Die Großkampagne action/2015 ist eine schnell wachsende zivilgesellschaftliche Bewegung, an der sich schon jetzt über 1.200 Organisationen in mehr als 125 Ländern beteiligen. Das Besondere dabei ist, dass die Kampagne Organisationen aus dem Sozial-, Entwicklungs-, Umwelt- und Menschenrechtsbereich sowie Glaubensgemeinschaften vereint.

Auch zahlreiche prominente Persönlichkeiten unterstützen action/2015, darunter die FriedensnobelpreisträgerInnen Malala Yousafzai und Erzbischof Desmond Tutu sowie Bill und Melinda Gates, Mary Robinson, Bono, Matt Damon, Mia Farrow, Sting und Shakira. Sie alle fordern, dass die historische Chance der beiden Gipfeltreffen im Herbst genutzt wird, um Antworten auf die größten Herausforderungen unserer Zeit zu finden. „2015 muss das Jahr sein, in dem die Welt aufwacht!“, so die 17-jährige Malala Yousafzai, die ihr Leben für das Recht auf Bildung riskierte und die Kampagne action/2015 bei der Verleihung ihres Friedensnobelpreises im vergangenen November ankündigte.

Tausende Jugendliche engagieren sich für eine bessere Welt
Seit dem internationalen Start der Kampagne „action/2015“ am 15. Jänner 2015 gingen Tausende Jugendliche weltweit auf die Straße - vom Libanon über Liberia und Norwegen bis Südafrika, Bolivien und Sri Lanka. Viele davon wurden von Fünfzehnjährigen angeführt. So erhielt UN Generalsekretär Ban Ki-Moon ebenso Besuch von fünfzehnjährigen Aktivist/innen wie Regierungsmitglieder in Indien, Nigeria, Norwegen, Tansania und Großbritannien.

Auch die jungen Österreicher/innen, die in Kürze mit „VOLONTARIAT bewegt“ – einer Initiative von Jugend Eine Welt und der Salesianer Don Boscos – auf Auslandseinsatz gehen, engagieren sich für action/2015. „2015 steht die Welt an einem historischen Scheideweg“, so Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt. „Es geht um die Zukunft unserer Kinder und der nachfolgenden Generationen, die ein Recht auf ein Leben ohne Armut und in einer intakten Umwelt haben. Es ist hoch an der Zeit, dass tausende junge Menschen selbst auf die Straße gehen und dafür kämpfen. Jeder, jede Einzelne ist aufgerufen, sie dabei tatkräftig zu unterstützen.“

action/2015 in Österreich
In Österreich wird action/2015 bis dato von über 25 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus dem entwicklungspolitischen, ökologischen, gemeinnützigen, sozialen und menschenrechtlichen Bereich getragen -  darunter Brot für die Welt, CARE Österreich, Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar, Fairtrade Österreich, Hilfswerk Austria International, Jugend Eine Welt, Licht für die Welt, Südwind, VOLONTARIAT bewegt sowie WWF Österreich.
Die neue ngo-Plattform, die am 16. Februar erstmals in einer gemeinsamen Aktion an die Öffentlichkeit trat, wird von der Arbeitsgemeinschaft Globale Verantwortung koordiniert.

(Jugend Eine Welt) 

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