Ab ins Hochbeet

Gemeinsame Pflanzaktion des Don Bosco Gymnasiums mit dem Don Bosco Flüchtlingswerk.
Trotz verschiedener Herkunft und sozialer Situation war die Begegnung für die jungen Leute spannend.

Das Don Bosco Gymnasium Unterwaltersdorf veranstaltet einmal pro Jahr einen Begegnungstag für Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen. Das Ziel am 14. März 2019 war es, den Blick für das Thema „Armut – Obdachlosigkeit und Fremd sein“ zu schärfen.

„Erziehen ist vor allem Sache des Herzens,“ so formulierte es Don Bosco. Und so versucht auch die Don Bosco Familie in ihren verschiedenen Einrichtungen, die uns anvertrauten jungen Menschen, mit einem liebenden Herzen auf dem Weg ins Erwachsenwerden zu begleiten. Dabei ist es aber auch ein Anliegen, dass die Jugendlichen sich der Welt und ihren Herausforderungen stellen, nicht nur intellektuell, sondern auch mit Mitgefühl, Glauben und einem offenen Herzen. Wie kann das besser geschehen, als durch Begegnung von Mensch zu Mensch?

Beim gemeinsamen Gruppenfoto gab es zu recht zufriedene Gesichter auf beiden Seiten.

Bereits am Vormittag wurden die Schülerinnen und Schüler von einem Sozialarbeiter und ehemaligen Obdachlosen durch den 1. Bezirk geführt. Diesmal aber nicht, um historische Kunstwerke zu besichtigen, sondern um der realen Armut und Obdachlosigkeit inmitten der historischen Altstadt zu begegnen. Der anschließende Wortgottesdienst fand in der Franziskanerkirche statt, die wöchentlich eine Suppenausspeisung für Obdachlose anbietet.

Die Fahrt hinaus nach Inzersdorf zum Don Boscos Flüchtlingswerk, gab jedem der Teilnehmer Gelegenheit, das Erlebte etwas setzen zu lassen. Die Begegnung mit unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen im Rahmen einer Pflanzaktion der Hochbeete, war trotz verschiedener Herkunft und sozialer Situation allein schon aufgrund des gleichen Alters, eine spannende Begegnung. Nach anfänglicher Scheu auf beiden Seiten, gab die gemeinsame Aufgabe des Umgrabens, Einpflanzens und Bewässerns, allen die Möglichkeit, die eigene Unsicherheit fallen zu lassen.

Nach vollbrachtem Pflanzen von Spinat, Mangold, Salat und vielem Anderen, gab es noch ein gemeinsames Gruppenfoto und recht zufriedene Gesichter auf beiden Seiten. Denn auch wenn die Begegnung kurz war, so war es sowohl für die Schülerinnen und Schüler aus Österreich, als auch die Burschen des Flüchtlingswerks, ein Bewusst werden, dass jemand nur solange fremd ist, solange ich ihm nicht begegnet bin.

(Text und Fotos: Don Bosco Flüchtlingswerk/red)

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