Zeugen des Evangeliums

Zwischenbericht vom 27. Generalkapitel der Salesianer in Rom.

Eröffnung des Generalkapitels

Am Vormittag des 4. März 2014 wurde das 27. Generalkapitel feierlich eröffnet. Vorausgegangen waren die Wallfahrt zu den Stätten Don Boscos in Turin und Umgebung, die Exerzitien und die Rechenschaftsberichte der General- und Regionalräte über die vergangenen sechs Jahre ihrer Amtszeit.

 An der Eröffnung nahmen außer den Kapitularen auch viele Salesianerkardinäle und –bischöfe teil, unter ihnen die uns bekannten Kardinäle Bertone, Rodriguez und Farina und die Bischöfe Ludwig Schwarz, Luc van Looy und Adrian van Luyn, sowie die Generaloberin der FMA, Madre Yvonne Reungoat, die Weltdelegierte der SMDB und weitere Vertreter der Don Bosco Familie und von anderen Kongregationen.

Höhepunkt war die Eröffnungsansprache des Generalobern. „Das 27. Generalkapitel soll jedem Mitbruder und jeder Gemeinschaft helfen, in Treue das apostolische Projekt Don Boscos zu leben… Als seine Früchte erwarten wir uns, dass es das salesianische Leben authentischer und daher sichtbarer, glaubwürdiger und fruchtbarer machen möge.“ Dies ist nach den Worten von Don Chavez aber nur möglich, wenn sich unser Leben auf Gott gründet und sich mutig und entschieden in Christus und seinem Evangelium verwurzelt.

 

Die Arbeitsweise des Generalkapitels

Schon am Nachmittag desselben Tages nahm das Generalkapitel seine eigentliche Arbeit auf. Moderatoren und Sekretäre wurden gewählt, die Kapitulare auf fünf Kommissionen aufgeteilt, die wiederum in je drei Arbeitsgruppen, jeweils mit Sprecher und Sekretär, unterteilt wurden.

Wie sieht die Arbeitsweise des Generalkapitels konkret aus? Vier Kommissionen setzen sich mit den Arbeitstexten auseinander, die im Vorfeld des Generalkapitels erarbeitet wurden. Die Texte – in Erinnerung gerufen seien die Kapitelüberschriften „Mystiker im Heiligen Geist“, „Propheten der Brüderlichkeit“, „Diener der Jugend“ – werden diskutiert, zerpflückt, verändert, verworfen und neu gefasst. Das Zwischenergebnis wird dann dem Plenum präsentiert.

Eine Redaktionsgruppe fasst dann die Texte aller Kommissionen zusammen und stellt sie in einer der nächsten Versammlungen wiederum dem Plenum vor. Eine mühsame, dennoch zielführende Vorgehensweise, die zu Ergebnissen führt. Die fünfte, sog. „juristische“ Kommission, hat die Aufgabe, alle Anfragen und Vorschläge zu sondieren und zur Abstimmung vorzulegen, die z. B. Änderungen in den Ordensstrukturen betreffen oder Veränderungen der Konstitutionen bewirken. So sind die Tage von Montag bis Samstag dicht ausgefüllt mit Plenarsitzungen und Kommissionsarbeit.

 

Das Generalkapitel: ein geistliches Geschehen

Damit dieser Prozess nicht nur menschliches Tun bleibt, sondern letztlich zum Ausdruck des Wirkens des Heiligen Geistes wird, ist das ganze Kapitelgeschehen eingebettet in entsprechende religiöse und liturgische Zeiten. Während der Woche wird die Eucharistie zumeist in Sprachgruppen gefeiert. An der Messe in deutscher Sprache nehmen nicht nur Deutsche und Österreicher teil, sondern auch einzelne sprachkundige Mitbrüder z. B. aus Flandern oder Indien. Die Gestaltung der gemeinsamen Gebetszeiten sind ein Spiegel der sprachlichen und gesanglichen Vielfalt der Kongregation.

Wenn am Sonntag die Arbeit ruht, dann steht es den Kapitularen frei, die verfügbare Zeit im Generalat zu verbringen oder in die Stadt Rom zu fahren. Es gibt auch Kultur- und Ausflugsangebote, die viele nutzen.

Mit der Bitte um das begleitende Gebet für dieses 27. Generalkapitel allen Mitbrüdern, den Angehörigen der Don Bosco Familie und allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – auch im Namen von P. Osanger und P. Obermüller – einen herzlichen Gruß aus Rom!

P. Siegfried M. Kettner SDB

Wer mehr über das Generalkapitel erfahren möchte, kann den Tweet von Pater Hatto von Hatzeld aus der deutschen Provinz online verfolgen: www.donbosco.de

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …