In Erinnerung an Ingrid Fabian SMDB

„Seid gewiss, ich bin bei Euch, alle Tage dieser Welt…“
Ingrid Fabian (Mitte) bei der Vorbereitung zur Erstkommunion in der Pfarre Hasenleiten.

In der Don Bosco Familie war Ingrid Fabian als Salesianische Mitarbeiterin Don Boscos (SMDB) 25 Jahre beheimatet. Am Mittwoch den 26. Juni sind wir den letzten Weg mit ihr gegangen.

Doch der Tod hat für uns nicht das letzte Wort, denn wir glauben an den auferstandenen Christus. So feierten wir für sie eine Auferstehungsmesse in der Heimatpfarre Hasenleiten, die uns über alle Grenzen in Wort, Lied und im Herzen mit ihr verband.

Ingrid war immer da. Die Familie war ihr Lebensmittelpunkt, aus der sie Kraft schöpfte. Seit ihrer Jugend war sie von einem tiefen Glauben getragen. Ob als Ehefrau, Mutter, Großmutter, sie stand überall hoch im Kurs, in Bescheidenheit, Liebenswürdigkeit und Dankbarkeit.

Liebe und Dankbarkeit empfinden die Don Bosco Schwestern für sie, denen sie im Leben viel Engagement und Einsatz geschenkt hat. Besonders im Kindergarten in Hasenleiten. Hier wuchs die Liebe zu den Schwestern und deren vorbildhaftes Wirken hat auch Ingrid auf ihre Weise verwirklicht.

Liebevolle Dankbarkeit hören wir auch aus den Worten unseres Provinzials, Pater Rudolf Osanger SDB, Salesianer Don Boscos: "Wenn ich mich an Ingrid erinnere, so fallen mir zwei Worte ein. Das Wort DIENEN war ihr eigen. Sie hat immer mitgemacht, wenn es darum ging Festvorbereitungen für Pfarr-, Kinder- und Seniorenfeiern auszurichten.
Das zweite Wort ist GLAUBEN, den sie von Jugend an und in großer Verbundenheit zur Pfarre gelebt hat. Ingrid selbst hat in den letzten Momenten ihres Lebens gesagt: 50 Jahre habe ich gebetet, dass Dein Wille geschehe und jetzt soll es nicht so sein?“

In Liebe und Dankbarkeit denken wir Salesiansiche Mitarbeiter Don Boscos an unsere „Salesianische Ingrid“, die uns vorlebte, was im SMDB-Lebensbuch steht:
Wir sind überzeugt von dem inneren Reichtum jeder Person und glauben an das unsichtbare Wirken der Gnade. Wir betrachten jeden Jugendlichen mit realistischem Optimismus und halten an dem erzieherischen Wert der Glaubenserfahrung fest. Die Beziehungen zu den Jugendlichen werden inspiriert von einer reifen und annehmenden Liebe.
Danke, liebe Ingrid!

Sie wird uns immer ein Vorbild bleiben für das, was wir am vorigen Sonntag im Evangelium gehört haben: „Wer sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.“ Jesus – und das ist unser Glaube - hat seine Ingrid am 15. Juni in seine Arme genommen und zu sich geholt.

Im Namen aller SMDB,
Christiane Liebl, Provinzkoordinatorin

Ihr Leben
Ingrid Fabian wurde 1957 in Palterndorf, im Weinviertel, geboren und hatte zwei jüngere Brüder. Sie musste sich oft um sie kümmern, weil ihre Eltern als Landwirte den ganzen Tag auf den Feldern waren. Schon in ihrer Kindheit wurde sie vor allem von der Großmutter zum Glauben erzogen.

Nach der Schulzeit, mit 15 Jahren, ist sie zur Großtante nach Wien Penzing übersiedelt. Da hat sie ihren späteren Gatten Josef schon gekannt. Als Josef 1974 ebenfalls nach Wien gekommen war, wurde in der Pfarre Penzing geheiratet. Zu dieser Zeit war Ingrid 17 Jahre alt.

Nachdem das junge Ehepaar 1976 nach Simmering gezogen war, wurde Hasenleiten zur Heimatpfarre. Durch die Kinder Barbara und Markus hat Ingrid Fabian den Kindergarten der Don Bosco Schwestern und später auch die Salesianer Don Boscos kennengelernt. Das war ein entscheidendes Erlebnis für ihr weiteres Leben.

Die Schwestern wurden ihr großes Vorbild in der Erziehung und im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. So ist in diesen Jahren in ihr die Überzeugung gereift, das Versprechen als Salesianische Mitarbeiterin Don Boscos (SMDB) abzulegen und hat diesen Schritt im Mai 1988 gemacht. Seither war sie in dieser Gemeinschaft tätig. In der Liebe zu den Kindern und Jugendlichen hat sie sich eng mit Don Bosco und Maria Mazzarello verbunden gefühlt.

Ihre Familie war für Ingrid Fabian immer an erster Stelle, trotz ihres vielfältigen Engagements in der Pfarre. Es war unglaublich, was sie alles neben Familie und Beruf geschafft hat. Zum Beispiel hat sie die Ehe- und Frauenrunde gegründet, war jahrelang im Pfarrgemeinderat und ins Team der Firmvorbereitung eingebunden.

Ihre Schaffenskraft schien unbegrenzt. Und doch war dem nicht so. Im Dienst an Gott und den Menschen hat sie sich physisch verzehrt. Von uns aus gesehen, ist sie viel zu früh von uns gegangen. Ihr tiefer Glaube hat ihr die Kraft gegeben, nicht zu verzweifeln, sondern den Willen Gottes anzunehmen und noch ihrer Familie Trost zu spenden.

(Mehr in der SMDB-Info)

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