Salesianer: Die Jugend, die uns braucht

Das Provinzkapitel der Salesianer Don Boscos tagte von Palmsonntag bis 27. März 2013 in Fulpmes.

Zuerst verbindet man mit den Salesianern Don Boscos Aktivität und Organisationstalent, Kirchliche Jugendarbeit und Einsatz für Straßenkinder. Ganz diesem Geist Don Boscos entsprochen hat der Beratungsort des Provinzkapitels im Mehrzwecksaal des Schülerheims Fulpmes, der normalerweise von den Schülern zum Fußball spielen in der Freizeit benützt wird. Dort haben die Salesianer diskutiert und Beschlüsse für die Zukunft gefasst.

Eine für Salesianer nicht typische Fragestellung stand bei der diesjährigen Versammlung im Mittelpunkt: „Wer wollen wir sein – als Christen und Ordensleute?“ Drei Begriffe standen im Mittelpunkt: Mystiker im Heiligen Geist, Propheten der Brüderlichkeit und Diener der Jugend.

Pater Rudolf Osanger SDB, Provinzial der Salesianer in Österreich: „Es ist das erste Mal, dass in Dokumenten der Kongregation der Begriff des Mystikers mit uns in Verbindung gebracht wird. In unseren Gesprächen haben wir versucht, zu buchstabieren, was das Mystische in unserer Arbeit mit der Jugend sein könnte. Wir sind dabei beim heiligen Franz von Sales, unserem Ordenspatron gelandet, der sagte: ‚Es gibt eine Mystik der Tat: im konkreten Augenblick Gott begegnen, in der Gegenwart nach seinem Willen fragen. Und wir Salesianer ergänzen: Im Jugendlichen Jesus selber erkennen, der uns braucht.“

Die Gemeinschaft der Brüder schließlich hat prophetisches Potential: „In Zeiten, in der der Vereinzelung das Wort geredet wird, wollen die Salesianer so miteinander umgehen, dass das Leben in der Gemeinschaft als prophetisches Zeichen erkannt werden kann.“

Grußworte brachten die Provinzialin der Don Bosco Schwestern, Maria Maxwald FMA, und die Provinzkoordinatorin der Salesianischen Mitarbeiter Christiane Liebl SMDB. Beide dankten für die Zusammenarbeit und baten um weitere Kooperation wie Schwester Maria sagte: „Wir bleiben im Gespräch.“ Christiane Liebl wörtlich. „Wir schätzen eure Herzlichkeit, eure Offenheit, die Fröhlichkeit. Wir wollen mit euch gehen.“

Professionell, kompetent und zeitgemäß
Die Gemeinschaft der Salesianer in Österreich umfasst 80 Mitbrüder, unter ihnen sind derzeit sieben junge studierende Mitbrüder und Novizen, die sich auf das Leben als Salesianer vorbereiten. Die Salesianer engagieren sich zusammen mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders für benachteiligte Jugendliche. Sie tun das in Pfarren, Kindergärten und Schulen, Jugendzentren, Schülerwohnheimen, im Studentenheim und in einem Jugendbildungshaus sowie durch die Salesianischen Jugendbewegung mit ihren zahlreichen Freizeitaktivitäten und religiösen Angeboten. Sie sind dabei aufmerksam auf die Bedürfnisse der Jugendlichen und nehmen die sozialen Herausforderungen an.

Der Orden versucht mit neuen Strukturen, die Herausforderungen besser zu bewältigen. So wurde mit der Fachbereichsstelle Soziale Jugendarbeit und mit dem Verein „Magone – Lebenschancen für junge Menschen“ eine Organisationsform eingerichtet, damit weitere Projekte für benachteiligte junge Menschen entstehen können. Mit dem „Don Bosco Bildungsforum“, das die Salesianer gemeinsam mit den Don Bosco Schwestern gegründet haben, wollen sie die Qualität der fachlichen Kompetenzen der Mitbrüder und Mitarbeiter absichern.

Im Verein „Volontariat bewegt“ werden mit der Don Bosco Aktion „Jugend Eine Welt“ Freiwilligeneinsätze für junge Erwachsene organisiert. Das „Don Bosco Flüchtlingswerk“, dessen Träger die Salesianer mit den Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt sind, betreut unbegleitete, minderjährige Asylwerber.

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