Paul Taubenschuß SMDB im Gespräch

"Ich bin nicht von heute auf morgen katholisch geworden."
"Der Weg war durch die Gemeinschaft geprägt", so Paul Taubenschuss. (Foto:Erzdiözese Wien)

Im Jahr des Glaubens präsentiert die Erzdiözese Wien 60 Geschichten "Wie ich zum Glauben kam". Diese Woche erzählt Paul Taubenschuss, Salesianischer Mitarbeiter Don Boscos (SMDB), seine Glaubensgeschichte.

"Ich komme aus keiner wirklich katholischen Familie; zweimal im Jahr in die Kirche gehen - mehr war da nie", berichtet Paul Taubenschuss. Der 23-jährige Student der Geodäsie und Geoinformation ist heute in der salesianischen Jugendarbeit aktiv und Mitarbeiter der Salesianer Don Boscos. Zum Glauben kam er über Umwege:

"Mit 15 wollte ich zur Firmung gehen und habe eine Pfarre gesucht. Meine Schwester war damals schon in Stadlau und so bin ich auch dahin. Es hat mir nicht viel gegeben, es war ein schönes Familienfest. Wir haben dann sogar eine Jugendgruppe gegründet, wo ich vielleicht noch der 'katholischte' war. Über Freunde meiner Schwester bin ich dann in die Confronto-Bewegung gekommen. 2004 war ich das erste Mal auf einem Confronto-Wochenende." Mit dem Glauben hatte Paul zu dieser Zeit nichts mehr zu tun. "Ich war eher alternativ unterwegs. Was mich dort aber fasziniert hat, war diese unglaubliche Gemeinschaft. Es sind Leute aus ganz Österreich zusammengekommen und haben dort mit viel Spiel und Spaß ein Wochenende verbracht. Es war dann auch irgendwann mal eine Messe dabei, die hat mich damals aber nicht so gestört." Er sei wegen der Gemeinschaft, der Freunde dabei geblieben.

"Ich bin über die Jahre hinweg immer mehr in die Confrontoregion Lassee im Marchfeld hineingewachsen, habe mich dort wohl gefühlt, meine besten Freunde sind von dort. Irgendwann wurde ich auch ins Pfarrleben integriert und dann gewann das Rundherum, der Glauben an Bedeutung. Es gab immer wieder Punkte, an denen ich gespürt habe, es passiert was. Aber ich bin nicht von heute auf morgen katholisch geworden. Der Weg war durch die Gemeinschaft geprägt. Mit der Institution Kirche habe ich davor nicht viel anfangen können. Das war für mich nichts. Ich hatte mich auch nie bewusst dagegen entschieden, weil ich gar nicht gewusst habe, dass es das so in dieser Weise gibt. Das war alles sehr spannend für mich."

Paul begann dann auch aktiv in der Pfarre mitzuarbeiten: "Was mir gegeben wurde, das will ich auch weitergeben. Jugendliche sollen sehen, ob Kirche nicht auch für sie etwas ist. Ich bin jetzt in der Jugendarbeit engagiert, bin Pfarrgemeinderat, mache Firmvorbereitung." Der Glaube hat vor allem Pauls Freizeitplanung verändert, was ihn aber nicht stört: "Glaube ist für mich eine Zufriedenheit, eine große Hoffnung, etwas, mit dem man sein Leben beschreiben kann, wo man immer gefestigt und gehalten wird. Man schwebt nie in der Luft, wenn man glaubt."

(Erzdiözese Wien)

Video-Interview mit Paul Taubenschuss auf der Website der Erzdiözese Wien

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