Humanitäre Krise im Kongo

Tausende Menschen suchen Schutz und Hilfe vor den Kämpfen im Don Bosco Zentrum in Goma.
Die Menschen suchen Zuflucht und Schutz im Don Bosco Ngangi Educational Centre in Goma (Foto: ANS).

Während der letzten Wochen kam es rund um die kongolesische Stadt Goma zu schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und der Rebellengruppe M23. Tausende Menschen flüchtenden vor den Auseinandersetzungen. Mehr als 7.000 Menschen, darunter 5.000 Kinder, fanden Zuflucht im Don Bosco Ngangi Educational Centre in Goma. Das Zentrum wird von den Salesianern Don Boscos, den Projektpartnern von Jugend Eine Welt betrieben.

In den letzten Tagen haben die Rebellen von M23 damit begonnen sich aus der Region Richtung Norden zurückzuziehen. Doch Gewalt und Plünderungen sind weiterhin an der Tagesordnung. „Die Rebellen wollen scheinbar mit Kriegsbeute nach Hause zurückkehren“, beschreibt Fr. Piero Gaviolo von den Salesianern Don Boscos die Situation in Goma: „Sie nehmen Geld, Kleidung, Elektrogeräte und alles andere, dass sie in die Finger bekommen.“

Die Gewalt hält an
Auch nach dem Abzug der Rebellen kommt es in der Region immer noch zu Gewaltausbrüchen, Verschleppung und Missbrauch. „Gestern erzählte mir eine junge Medizinstudentin, die in der Krankenstation von Ngangi aushilft, dass ihre elfjährige Schwester von bewaffneten Männern entführt wurde, während sie mit einer Tante auf dem Feld arbeitet. Nach drei oder vier Tagen wurde sie gefunden. Sie war schwer verletzt nachdem sie tagelang missbraucht und vergewaltigt wurde. Der Schock und das Trauma sitzen tief, sie spricht nicht und muss operiert werden“, berichtet Pater Piero.

Die Situation bleibt schwierig und gefährlich
Zurzeit suchen immer noch 2.180 Familien Schutz im Don Bosco Zentrum in Goma, darunter über 6.000 Kinder. Sie werden medizinisch versorgt, auch um den Ausbruch von Seuchen zu vermeiden, erhalten Unterkunft in Zelten oder in den Räumen im Zentrum und werden verpflegt. Doch die Lage bleibt angespannt, denn immer wieder brechen die Auseinandersetzungen aus und die Versorgungslage der Menschen bleibt kritisch. „Wir brauchen dringend Hilfe, damit wir die Menschen mit Wasser und Nahrung versorgen können“, bittet Fr. Piero um Hilfe.

Helfen Sie jetzt. Die Menschen in Goma brauchen dringend Ihre Hilfe!
Spendenkonto Jugend Eine Welt:  PSK 92.083.767, BLZ 60.000, Kennwort: Goma

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