Jugendpastoraltagung 2012

Zahlreiche Salesianer und MitarbeiterInnen trafen sich von 27. bis 28. August im Don Bosco Haus in Wien.

„Neue Wege für die salesianische Jugendarbeit in Österreich?!“ galt es für die 39 Salesianer, sowie die ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen auszuloten.

Theorie und Praxis
Als Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Thema diente ein Text des Dikasteriums für die Jugendpastoral 2011 und die österreichischen Ergebnisse der Umfrage zur Jugendpastoral. Prof. Dr. Martin Lechner aus Benediktbeuern referierte zunächst über die oft unklar verwendeten Begriffe „Evangelisierung, Seelsorge und Pastoral".

Um den Begriffen praxisnähe zu verleihen, zeigte Prof. Lechner am Nachmittag einen Film über die Arbeit von Schwester Margareta in Berlin Don Bosco. Anschließend gingen Arbeitsgruppen der Frage nach, wie die Jugendarbeit heute in Pfarren, Bildungseinrichtungen und Jugendzentren in Österreich aussieht.

Modell für eine neue Kirche
Im Anschluss an die Tagung bat ich Prof. Lechner um seine Eindrücke und Einschätzung zur Situation in Österreich: Er zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der TagungsteilnehmerInnen. Vor allem die vielen Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen und Charismen sind ihm ins Auge gestochen.

Dies bestätige seine These, dass Evangelisierung durch das gesamte Gottesvolk und nicht nur durch einige Kräfte passiert. Eine weitere Beobachtung war, dass die Salesianer weniger werden, ihre Agenden jedoch mehr. Laien tragen daher immer wahrnehmbarer das Anliegen und Werk Don Boscos mit. Hierfür gelte es öffentliche Mittel zu lukrieren, um den hauptamtlichen Personalaufwand auch finanzieren zu können.

Prof. Lechner sieht diese Entwicklung durchaus positiv, denn Diversität bedeute in der Natur Wachstum. Das österreichische Engagement so vieler Laien kann als Modell für eine neue Form von Kirche und salesianischer Sendung beispielgebend sein.

In Weiterbildung investieren
Aber es bedeutet seines Erachtens auch eine riesige Aufgabe für die Fort- und Weiterbildung der MitarbeiterInnen. Er rät, genügend Zeit zu geben und Orte zu schaffen, wo eine spirituelle Vertiefung für die MitarbeiterInnen möglich wird. Er habe gute Erfahrungen sammeln können mit verpflichtenden salesianischen Einführungskursen und dreitägigen Exerzitien für MitarbeiterInnen.

(Katrin Rother)

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