XXX. Olympische Spiele 2012 in London beendet

Ein Bericht von Olympiakaplan Pater Bernhard Maier SDB.
Pater Maier SDB und die österr. Synchronschwimmerinnen Nadine Brandl (li) und Livia Lang (re), die den 19. Platz erreichten.

Einen Tag vor der offiziellen Abschlussfeier der XXX. Olympischen Spiele 2012 in London ist Olympia- und Paralympicseelsorger Pater Bernhard Maier heimgekehrt.

Leistung nicht nur an Gold, Silber und Bronze messen
Betroffen gemacht haben den Salesianerpater einige sehr harte Kritiken über das Olympiateam und die Konflikte über den medaillenlosen Ausgang. Was bleibt da übrig vom Fest der Völkerverständigung, des Friedens, des Fairplay?

Pater Maier erlebte das Olympiateam ambitioniert, sympathisch und sportlich erfolgreich, wenn man den Begriff der sportlichen Leistung nicht allein an jenen drei Plätzen misst, für die es ein Stück Metall gibt, das relativ schnell wieder verblasst.

Mehr als "Schneller, Höher, Stärker"
Eine sachliche Analyse, was man verbessern kann am österreichischen Sportsystem, ist immer angebracht. Das Sportsystem und die Förderung von Sportarten aber ausschließlich unter dem Gesichtspunkt künftiger Medaillen zu sehen, hält der Salesianer für eine kulturelle Verengung.

Wenn es nicht gelingt, beide Seiten der einen Medaille Olympia – das „Schneller, Höher, Stärker“ und das „Dabeisein, also das Siegen und das sich Qualifizieren“ unter einen Hut zu bringen, ist ein wesentlicher Teil der olympischen Philosophie verfehlt.

Das weltweite olympische Fest ist und soll weit mehr sein, als eine gemeinsame Weltmeisterschaft in 100 Sportbewerben. Es soll ein Festival voll der Lebensfreude, ein friedlicher Wettkampf, ein Mittel der Völkerfreundschaft, im Geiste der Sportlichkeit und Fairness sein.

Gastgeber England hat auf jeden Fall eine Goldmedaille verdient!

(Edith Gerstbauer)

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