Erzbischof Kothgasser SDB gratuliert Muslimen zu Ramadan-Ende

Muslime feiern am Sonntag Ende der Fastenzeit.
Salesianerbischof Alois Kothgasser (Foto:kathbild.at)

Zum Ramadan-Ende (Id-al-Fitr bzw. Ramazan-Bayram) hat der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser SDB Segenswünsche an die Islamische Glaubensgemeinschaft zum Ausdruck gebracht.

"Jedes Jahr dürfen wir Christen in vielfältiger Weise an Ihrer heiligen Fastenzeit Ramadan teilnehmen. Gerne nehmen wir die Einladungen zur Feier friedlichen Fastenbrechens an - vor allem aber liegt uns am Herzen, mit Ihnen den Sinn dieser kostbaren Zeit zu
erschließen", schreibt der Salesianerbischof Kothgasser.

Fasten im Islam
Er ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für den Kontakt zu den Weltreligionen zuständig. Die Botschaft wurde auch vom Leiter der kirchlichen "Kontaktstelle für Weltreligionen", Rektor Petrus Bsteh, unterzeichnet. Mit dem Fest des Fastenbrechens endet am Sonntag für die mehr als 1,2 Milliarden Muslime weltweit die 30-tägige Fastenzeit.

Während des Ramadan verzichteten die Gläubigen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf jede Form von Essen und Trinken. Einer aktuellen Studie zufolge beachten im globalen Durchschnitt 93 Prozent der Muslime das Fastengebot; 77 Prozent praktizieren das pflichtgemäße Almosengeben.

Erzbischof Kothgasser weist in seinem Schreiben u.a. auf die Gefahr "ungehemmter religiöser und politischer Fanatismen furchtbaren Ausmaßes" hin und hält wörtlich fest: "Möge ein Fasten zu Ehren des friedensstiftenden Gottes jene unbeirrbare 'Mitte der Gläubigen' schützen oder wieder herstellen, die ein Hoffnungszeichen für die Menschheit bleibt."

Es gelte, "an diesem Frieden mitzuwirken, indem wir um Gottes Willen auf Rache verzichten und im Dienst des Friedens
zu handeln lernen".

Fastenbrechen
Das Datum für das Fest des Fastenbrechens ist jedes Jahr unterschiedlich, da es sich nach den Mond-Monaten richtet, die zwischen 29 und 30 Tage lang sind. Das dreitägige Fest beginnt, wenn mit dem Erscheinen der neuen Mondsichel der 10. Monat (Shawwal) anbricht. Für Muslime hat das Ramadan-Ende etwa den gleichen Stellenwert wie Weihnachten für Christen. Nach dem Opferfest ist das Ende des Ramadan das wichtigste Fest im Islam.

Die erste wichtige Handlung ist das Id-Gebet in der Moschee. Zuvor muss noch die Pflicht der Zakat (al-Sadaqah) verrichtet werden, eine Abgabe für die Armen, die eine der sogenannten "fünf Säulen" des Islam bildet.

Das Ende des Ramadan, in dem nach islamischer Vorstellung die Tore der Hölle geschlossen sind, gilt als besonders "segensreiche" Zeit. Wer stirbt, dem ist der Eintritt ins Paradies sicher.

(KAP)

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