Farina in Pension

Salesianerkardinal und Leiter des vatikanischen Geheimarchivs leitete eine umfassende Moderinisierung der Bibliothek ein.
Kardinal Farina (links) mit Generalobere Don Pascual Chavez

Papst Benedikt XVI. hat am Samstag das Rücktrittsgesuch des italienischen Kurienkardinals Raffaele Farina
(78) angenommen. Der Leiter des vatikanischen Geheimarchivs und der vatikanischen Bibliothek habe dem Papst seinen Amtsverzicht aus Altersgründen angeboten.
 

Umfassende Modernisierung
In Farinas Amtszeit fallen unter anderem eine umfassende Renovierung und Modernisierung der Bibliothek, die eine der weltweit bedeutendsten Bücher- und Handschriftensammlungen besitzt.

Der Salesianer leitete die beiden Einrichtungen seit 2007. Im gleichen Jahr wurde er von Benedikt XVI. ins Kardinalskollegium aufgenommen.

Wissenschafliche Laufbahn
Der am 24. September 1933 in der süditalienischen Provinz Benevent geborene Farina trat 1954 in den Salesianerorden ein und wurde vier Jahre später zum Priester geweiht. Vor seiner Tätigkeit an der Kurie schlug er zunächst eine wissenschaftliche Laufbahn als Kirchenhistoriker ein. Nach theologischen, historischen und philosophischen Studien an den Hochschulen seines Ordens in Neapel und Rom wurde er 1962 Dozent für Kirchengeschichte und Patristik in Neapel. Im Jahr 1965 wechselte er nach Rom, wo er als Dozent und später seit 1976 als Professor für antike Kirchengeschichte wirkte.
Von 1977 bis 1983 und von 1992 bis 1997 war er Rektor dieser Hochschule.

Österreichische Auszeichnungen
Österreich zeichnete Farina 2010 mit dem "Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse" aus. Der Kardinal ist zudem Träger des deutschen Bundesverdienstkreuzes, das er 1991 erhielt.

(kathpress)

 

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