Sr. Anna Bösendorfer (1937 – 2012)

Die Provinzsekretärin der FMA starb völlig unerwartet am Abend des 21. März 2012 im 76. Lebensjahr.
Ihre sanfte und fröhliche Art begeisterte die Menschen.

Am Montag, 26. März wird in der Pfarrkirche Liefering (Salzburg, Lieferinger Hauptstraße) um 13:30 der Rosenkranz für Sr. Anna gebetet. Um 14:00 Uhr findet die Beisetzung am dortigen Friedhof statt. Die Heilige Messe wird im Anschluss daran in der Pfarrkirche St. Martin (Salzburg, Triebenbachstraße) gefeiert. 

 

Über Ihr Leben und Wirken
„Gott hat mich gerufen und sein Geschenk an mich ist ein glückliches und erfülltes Leben.“
Mit diesen Worten schloss Sr. Anna Erinnerungen über die Anfänge ihrer Berufung. 

Sr. Anna wurde am 28. Februar 1937 als ältestes von acht Kindern in Konradsheim (NÖ) geboren. Ihren eigenen Worten zufolge erlebte sie trotz der Kriegs- und Nachkriegsjahre eine frohe und unbeschwerte Kindheit. Allerdings musste sie miterleben, wie drei ihrer Geschwister schon im Kindesalter starben. 

Dem Heimatpfarrer verdankt sie eine große Liebe zur Eucharistie und zu Maria, aber auch die Eltern standen dahinter. Während der gesamten Schulzeit wurden die Kinder dazu angehalten, vor Schulbeginn die Hl. Messe zu besuchen. 

Sr. Anna fühlte sich schon früh berufen
Im Alter von zehn Jahren lernte sie im Zuge eines Krankenhausaufenthaltes Ordensschwestern kennen. Diese Erfahrung, zusammen mit der Lektüre von Heiligenbiografien, ließ in ihr den Wunsch heranreifen, selber Ordensfrau zu werden. Als Jugendliche machte sie mehrmals Exerzitien beim Salesianer P. Anton Prihoda. Dessen Art, mit den Jugendlichen umzugehen, begeisterte sie, sodass für sie bald feststand, Don Bosco Schwester zu werden.

Als die Eltern davon erfuhren, legten sie ihr zwar nichts in den Weg, wollten aber, dass sie so lange zu Hause bleibt, bis die Geschwister die Volksschule abgeschlossen hatten. Das konnte Anna gut annehmen und so trat sie dann als Zwanzigjährige in Stams ein. Das Noviziat besuchte sie in Linz und Baumkirchen. Erste Profess legte sie am 5. August 1960 in Baumkirchen ab, wo sie auch noch ein Jahr Juniorat verbrachte. Danach absolvierte sie in Rottenbuch (D) das Seminar für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen. An diese Zeit dachte sie gerne zurück und ein Stück ihres Herzens blieb immer mit Deutschland verbunden. Sie verbrachte über viele Jahre hinweg gern ihre Urlaubszeit bei den Mitschwestern in Benediktbeuern (D). 

Bis 1987 stand Sr. Anna als Erzieherin, Kindergartenpädagogin und Hortnerin unmittelbar im Dienst an den Kindern. Danach arbeitete sie jahrelang für KIM (Kreis junger Missionare) und übernahm die Verantwortung für die Vereinigung der Ehemaligen. Bis zum Schluss war es ihr Wunsch, dieser Aufgabe mehr Zeit widmen zu können. 

Sr. Anna legte eine große Bereitschaft an den Tag, sich immer wieder auf neue Aufgaben und neue Gemeinschaften einzulassen. Etwa 13 Jahre lang war sie als Ökonomin für die wirtschaftliche Leitung einzelner Niederlassungen zuständig. Sie war lange Zeit im Provinzrat und von 1999 bis 2005 auch Vikarin der Provinzialin.  Beinahe 18 Jahre stand sie verschiedenen Gemeinschaften als Oberin vor – einen Dienst, den sie bis zuletzt im Provinzhaus in Salzburg versah. Auch als Provinzsekretärin war sie bis zum Schluss im Einsatz – manchmal schon mit Mühe, aber immer noch mit viel gutem Willen. 

Sr. Anna hatte noch Pläne
Sie freute sich auf die Diözesanwallfahrt nach Polen, an der sie  Anfang Mai teilgenommen hätte. Im August wäre sie noch gern mit den Ehemaligen nach Turin und Mornese mitgefahren. Und sie sprach mehrmals davon, dass sie sich darauf freue, im Herbst die Leitungsverantwortung abgeben zu dürfen und dann mehr Zeit zu haben, sich „ihren Ehemaligen“ zu widmen. 

Das alles werden wohl Pläne bleiben, weil ein anderer seinen viel größeren Plan zu Ende führen wollte. Sr. Anna widmete sich am Nachmittag des 20. März noch der Gartenarbeit, einem Hobby, das sie gern pflegte. Als sie dabei starke Kopfschmerzen bekam, legte sie sich nieder. Kurze Zeit darauf verständigte sie eine Mitschwester, die sofort die Rettung kommen ließ. Ein Gehirnschlag mit einer schweren Gehirnblutung nahmen ihr bald das Bewusstsein. Pfarrer P. Franz Pfab MSC spendete ihr noch die Krankensalbung. 

Möge der Herr nun ihre Wege zu Ende führen und Sr. Annas Vertrauen lohnen, das in dem Psalmvers zum Ausdruck kommt, den sie selber über ihr Leben gestellt hat: „Behüte mich Gott, denn ich vertraue dir. Ich sage zum Herrn: Du bist mein Herr, mein ganzes Glück bist du allein.“ 

Sr. Maria Maxwald FMA, Provinzialin

 

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