29.01.2012 | 10:00
Bei der Seligsprechungsfeier Hildegard Burjans am Sonntag, dem 29. Jänner 2012, im Wiener Stephansdom verlas der Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen, Salesianerkardinal Angelo Amato SDB, das Seligsprechungsdekret des Papstes.
Im Seligsprechungsdekret erteilt Benedikt XVI. "die Erlaubnis, dass die ehrwürdige Dienerin Gottes Hildegard Burjan, Ehefrau und Mutter, Gründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis, die im öffentlichen Leben auf christliche Weise eifrig danach strebte, dass das Evangelium als Sauerteig der irdischen Gesellschaft wirke, und dass die Würde der Frau, der Wert der Familie, der menschliche Zusammenhalt sowie das Gemeinwohl gefördert werden, künftighin als Selige verehrt" wird. Ihren Gedenktag setzte der Papst auf den 12. Juni, den Tag nach ihrem Todestag, eines jeden Jahres fest.
Frau, Politikerin, Gründerin der "Caritas Socialis"
Hildegard Burjan (1883-1933) setzte sich entschieden für die Gleichberechtigung der Frau, für die Bekämpfung der Kinderarbeit und für die Überwindung sozialer Missstände ein. Viele soziale Rechte für Frauen und Kinder, die heute selbstverständlich sind, gehen auf ihre Initiative zurück. Zu ihren wichtigsten politischen Forderungen zählte schon damals "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" für Frauen.
Hohe Repräsentanten aus Kirche und Politik
Ein interessantes Detail zu Hildegard Burjan:
Vom Wiener Don Bosco Haus aus sieht man Burjans eheamliges Wohnhaus in Hietzing. Schon zu ihren Lebzeiten waren sie in guter Nachbarschaft mit den Salesianern, die in den 1920er Jahren hier ein sogenanntes "Schutzheim für verhaltensauffällige Jugendliche" führten.
An der von Kurienkardinal Angelo Amato geleiteten Seligsprechungsfeier nahm Österreichs Episkopat fast vollzählig teil: Kardinal Christoph Schönborn und die beiden Salesianerbischöfe Alois Kothgasser und Ludwig Schwarz sowie viele Salesianer Don Boscos wie Provinzial Pater Rudolf Osanger SDB.
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