In den Fotos ist eine Speikobra, die wir abends auf unserem Gelaende angetroffen haben. Unser Nachtwaechter war Gott sei Dank schneller als sie und hat ihr den Garaus gemacht. Sie war ca. eineinhalb Meter lang.
Sonst ist es derzeit auch ziemlich unruhig. Die Milizen machen die Gegend unsicher. Auf der Strasse nach Norden haben sie vor drei Tagen sogar einen Radfahrer willkuerlich auf seiner Heimfahrt erschossen. Gestern und heute nacht haben wir naechtliche langandauernde Schiessereien aus unserem Nachbarviertel gehoert. Und immer wieder gibt es einen Toten.
Wir haben sehr viel Arbeit hier und es ist offensichtlich, dass drei Schwestern hier eindeutig zu wenig sind. Im Dispensaire habe ich jedesmal ueber 30 Patienten (viele eitrige Wunden, Zehenamputation, Lepra (habe genaue Anweisungen zur Behandlung von einem Arzt), viele kranke Babys etc. und bis zum Mittagessen werde ich nicht mehr fertig. Am Donnerstag war ich das erste Mal in Daloa, wo wir ueblicherweise unsere Medikamente einkaufen, ich habe aber nur die Haelfte bekommen, von dem was ich wollte. Die Maedchen sind deshalb auch viel allein, was nicht gerade ideal ist, auch wenn sie sehr selbststaendig und grossteils sehr zuverlaessig sind.
Das Immakulata-Fest haben wir mit den Maedchen schoen gefeiert, den Advent haette ich gern mehr hervorgehoben, aber es fehlt einfach die Zeit fuer Vorbereitungen ...
Das Sonntagsoratorium hat auch begonnen. Wir haben einen Fussball und einen Volleyball - man kriegt keine weiteren Baelle in Duékoué oder Umgebung. Nach Weihnachten findet eine Zusammenkunft der Schwestern in Lomé statt, an der wir drei auch teilnehmen, dann werden wir in Abidjan ein paar Baelle besorgen.
So, ein paar Blitzlichter.
Ganz liebe Gruesse
Sr. Hanni