
27.01.2012 | 10:10
Die Begräbnisfeier beginnt am Donnerstag, dem 2. Februar 2012, um 14.00 Uhr in der Haus-kapelle des Studienheimes „Maria Hilf“ / Don Bosco Gymnasium in Unterwaltersdorf mit dem Requiem. Anschließend findet die Beisetzung im Ortsfriedhof von Unterwaltersdorf im Familiengrab der Salesianer Don Boscos statt.
Alfons Miggisch wurde am 30. Juni 1934 in Peilstein in Oberösterreich geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in seiner Heimatgemeinde kam er mit 14 Jahren zu den Salesianern nach Unterwaltersdorf, wo er das Aufbaugymnasium besuchte.
Im August 1951 trat er ins Noviziat ein und legte dort am 16. August 1952 die 1. Profess ab. Als junger Salesianer besuchte er die Bischöfliche Lehrerbildungsanstalt in Linz und maturierte dort 1955. Sein pädagogisches Praktikum absolvierte er im Schülerheim Salesianum in Wien. 1957/58 studierte er Philosophie in Unterwaltersdorf und kam dann nach Graz in das von den Salesianern geführte „Julius Raab-Lehrlingsheim“, wo er sieben Jahre als Erzieher wirkte. In dieser Zeit studierte er auch für das Priesteramt Theologie und für das Lehramt an Gymnasien Mathematik, Physik und Chemie, wofür er 1963 die Lehramtsprüfungen ablegte. Daran fügte er ein Doktoratsstudium aus Pädagogik an, das er mit der Promotion im Jahr 1965 abschloss. Am 11. 07. 1965 wurde er in Graz durch Bischof Dr. Josef Schoiswohl zum Priester geweiht.
Nach der Primiz in Peilstein kam er im Herbst 1965 nach Unterwaltersdorf, zunächst als Erziehungsleiter und Lehrer; bereits 1967 wurde er mit der Leitung der Schule betraut. Dieses Amt hatte er bis 1995 inne. Neben seiner primären Aufgabe als Schulleiter engagierte er sich als Jugendseelsorger und als Geistlicher Assistent der Katholischen Aktion im Vikariat unter dem Wienerwald (ED Wien). Er war Schulreferent der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften und Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Direktoren ordenseigener Schulen Österreichs. Er war gesuchter Prediger bei Einkehrtagen und Exerzitien und arbeitete in der Vereinigung Christlicher Lehrer mit, zuletzt als Mitglied der Bundesleitung.
Sein Wirken wurde 1990 von Seiten des Staates mit der Verleihung des Berufstitels „Hofrat“ und von kirchlicher Seite mit der Ernennung zum „Erzbischöflichen Konsistorialrat“ gewürdigt.
Nach seiner langen Tätigkeit in Unterwaltersdorf kam er im Jahre 1996 in das Exerzitien- und Bildungshaus „Schloss Johnsdorf“ in die Steiermark, wo er drei Jahre lang in der Erwachsenenbildung tätig war.
Die weiteren Jahre verbrachte er in der Salesianergemeinschaft in Wien 23, Inzersdorf. Seine Gesundheit ließ keine großen Einsätze mehr zu. Die letzten Jahre war er der Pflege der Kreuzschwestern in Laxenburg anvertraut.
Gott möge das Gute, das unser verstorbener Mitbruder in einem vielfältigen schulischen und seelsorglichen Einsatz getan hat, reichlich vergelten.