Durch Rat und Beistand trug Don Cafasso wesentlich zur Gründung des Salesianischen Werkes durch Don Bosco bei.
Josef Cafasso wurde 1811 in Castelnuovo d'Asti geboren. Er studierte am Priesterseminar von Chieri, 1833 erhielt er die Priesterweihe.
Als geistlicher Begleiter und Ratgeber sollte er später Don Bosco, der ab 1835 das Seminar besuchte, wesentlich beeinflussen.
Soziales Gewissen
Don Cafasso setzte sich für sozial Benachteiligte ein. Mit persönlichen Mitteln und Spenden half er, wo er konnte. Sein großes Anliegen galt den Strafgefangenen. Er setzte sich für eine Reform des Strafvollzugs und Verbesserung der Haftbedingungen ein. Cafasso konfrontierte auch Don Bosco mit dem Elend der oft jugendlichen Insassen und nahm auf diese Weise Einfluss auf das Werden und die Richtung des Salesianischen Werkes.
Galgenpriester
Seine besondere Zuwendung galt den zum Tod Verurteilten. Er besuchte sie, tröstete sie, unterwies sie im Glauben und hörte ihre Beichte. Cafasso nannte sie „gehenkte Heilige“. Die Turiner Zeitgenossen bezeichneten ihn als den „Galgenpriester“.
Nach kurzer Krankheit starb Cafasso am 23. Juni 1860. Er wurde 1925 selig und 1947 von Pius XII. heilig gesprochen. Er gilt als Schutzpatron der Gefangenen und der zum Tode Verurteilten. Die Don Bosco Familie ehrt ihn als einen ihrer Patrone.