Heiliger Franz von Sales

Franz von Sales, Vorbild Don Boscos

Franz von Sales (geb. 1567 auf Burg Sales, Ost-Frankreich, gest. 1622 in Lyon) war Bischof von Genf, Ordensgründer und Kirchenlehrer.

Franz von Sales studierte in Paris. Nach einer Wallfahrt entschied er sich, gegen den Wunsch seines Vaters, die kirchliche Laufbahn einzuschlagen. 1593 erhielt er in Annecy die Priesterweihe und widmete sich der katholischen Mission in Chablais, dem calvinistisch gewordenen Teil der Diözese Genf.

1602 wurde er zum Bischof von Genf geweiht, residierte aber weiterhin in Annecy, da Genf immer noch calvinistisch war. Große Anliegen waren ihm der Religionsunterricht für Kinder und die Bildung der Erwachsenen, was er in der Gründung der Académie Florimontagne 1606 zum Ausdruck brachte.

1604 begegnete Franz von Sales der verwitweten Baronin von Chantal, Johanna Franziska Frémyot. Gemeinsam gründeten sie 1610 die Ordensgemeinschaft der Schwestern von der Heimsuchung Mariens, heute auch Salesianerinnen oder Visitantinnen genannt.

Im 19. Jahrhundert benannte Don Bosco die von ihm gegründete Kongregation der Salesianer Don Boscos nach dem Heiligen. Von ihm übernimmt Don Bosco die Idee des christlichen Humanismus und den Ordensspruch "Da mihi animas cetera tolle" - "Gib mir Seelen, alles andere nimm."

Am 18. Dezember 1661 sprach Papst Alexander VII. Franz von Sales selig. Am 19. April 1665 wurde er, ebenfalls durch Alexander VII., heilig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 24. Jänner.