Salesianermissionar Pater Josef Kindslehner SDB verstorben

Die Mapuche-Indianer nannten ihn liebevoll Don Pepe

Am 12. Juli 2017 um 20 Uhr (Ortszeit) verstarb unser Missionar Pater Josef Kindslehner, in Argentinien liebevoll Don Pepe genannt. Er stand im 88. Lebensjahr, im 64. Jahr seines Ordenslebens und im 54. Jahr seines Priestertums.

Josef Kindslehner wurde am 27. November 1929 in Waidhofen an der Ybbs als viertes von sieben Kindern geboren. Mit 14 Jahren machte er eine Lehre als Wagner, mit 20 Jahren besuchte er die Aufbaumittelschule in Unterwaltersdorf. 1952 trat er in das Noviziat in Oberthalheim ein und legte am 16. August 1953 seine Erste Profess ab. Er maturierte 1955 in Unterwaltersdorf. Danach war er drei Jahre Erzieher in Wien 13, im Schülerheim des Ordens.

Am 10. August 1959 reiste Josef Kindslehner nach Argentinien und wurde nach dem Theologiestudium in Cordoba am 15. September 1963 zum Priester geweiht. Seit seiner Priesterweihe arbeitete er an verschiedenen Orten in Patagonien, u.a. La Piedad, Stroeder, Fortin Mercedes, San Carlos de Bariloche, Trelew und Junin de los Andes.
Don Pepe, wie ihn die Mapuche-Indianer liebevoll nannten, war ein außergewöhnlich einsatzbereiter Missionar, der mit seinem Kombi hunderte Kilometer auf Sandstraßen in den Bergen unterwegs war, seine Mapuches zu besuchen und sie finanziell tatkräftig zu unterstützen. Voll bepackt hat er erbettelte Lebensmittel in die Armutszonen für Immigrantenfamilien transportiert und verteilt. Gleichzeitig war er ein charismatischer Verkündiger der Frohen Botschaft und immer fröhlich und optimistisch.

In den letzten Jahren lebte er ruhig, betend, bescheiden, treu und dienend sowohl in der Gemeinschaft der Mitbrüder als auch in der Kirche bei der Messe. Er hat alle empfangen, die zu ihm zur Beichte kamen oder ein religiöses Anliegen hatten.

Pater Kindslehner wurde von seiner Heimatprovinz und der Don Bosco Mission Austria immer wieder unterstützt. Don Pepe hat vorweggenommen, was der argentinische Papst Franziskus mit seiner Forderung "an die Ränder der Gesellschaft zu gehen", nicht müde wird zu verkünden.

 

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