Kardinal Bo verurteilt „wirtschaftliche Ungerechtigkeit“

Kritik und Zuversicht in der Osterbotschaft des Salesianer-Erzbischofs von Yangon in Myanmar.
© Missio / Peter Goda

In einer an Missio Österreich gerichteten Osterbotschaft drückt Salesianerkardinal Charles Bo seine Hoffnung auf eine bessere Zukunft in Myanmar aus. 

In seiner Osterbotschaft an Missio Österreich hat Kardinal Charles Bo die „wirtschaftliche Ungerechtigkeit“ in Myanmar heftig kritisiert: „Wir leben in unserem Land in der Hoffnung des Karsamstags, dass die Wunden der Vergangenheit heilen.“ Vor allem der „Hass zwischen den Religionen“ habe viel Unheil angerichtet, so Bo: „Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden und Frieden ist der einzige Weg nach vorne.“

Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner hat Bo im Februar im Zuge einer Projektreise getroffen: „Die politischen Spannungen in Myanmar sind bedrückend, aber die Kirche versucht zu vermitteln“, beschreibt Wallner die Lage.

Der Erzbischof von Yangon wies auch auf die Tausenden Opfer von Menschenhandel hin, die als „moderne Sklaven“ in die Nachbarländer Myanmars verkauft werden. Die katholische Kirche vor Ort spiele hier eine wesentliche Rolle im Kampf gegen diese ungerechten Strukturen, so Bo. Er bezeichnete sie als ein „Instrument des Friedens“, das bei sämtlichen Problemen im Land Lösungsansätze bieten kann.

Neue Hoffnung im Geheimnis von Ostern
Freude und Leid der Menschen weltweit bezeichnete Kardinal Charles Bo als „Freude und Leid der Kirche Jesu Christi“. Durch den „Triumph des Kreuzes“ können gerade die Gläubigen in Myanmar motiviert werden, in eine neue Zukunft aufzubrechen, so der Erzbischof: „Der Tod Jesu endete nicht in seinem Verschwinden, sondern in der Auferstehung. Jesus hat den Tod besiegt.“ Ostern ist für Bo eine Einladung, „das Leben zu feiern“ und die „Steine von jenen Gräbern wegzuwälzen, die wir uns selbst gebaut haben“.

(missio/red)

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